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Ukrainischer Präsident Selenski traf Bundeskanzlerin Merkel

Der im April ins Amt gewählte Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenski war zu Besuch in Berlin. Was er mit Merkel besprochen hat – und wie der Kreml reagiert.

Am Ende waren sich beide einig: Es war ein „sehr gutes Treffen“. Ein zwischenzeitlicher Zitter-Anfall Merkels beschäftigt zwar derzeit die Gemüter im Netz, tat aber dem Gelingen des Treffens keinen Abbruch.

Dabei waren die besprochenen Themen durchaus kontrovers und alles andere als einfach. Es ging neben deutschen Investitionen in der Ukraine um das Pipeline-Projekt Nord Stream 2, den Krieg in der Ostukraine sowie Sanktionen gegen Russland.

Die Ukraine müsse sich unter „schwierigen Rahmenbedingungen“ entwicklen, sagte Merkel dem ukrainischen Präsidenten. Der wiederum nannte Deutschland «einen der Schlüsselpartner für die Ukraine in der Welt». Selenski sei dankbar für die Bereitschaft Deutschlands, einen inhaltlichen Dialog über Nord Stream 2 zu führen. Allerdings seien die jeweiligen Positionen „diametral entgegengesetzt“.

Ruf nach Sanktionen  Der Kreml kommentiert

Im Vorfeld hatte Selenski gegenüber der Bild-Zeitung eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland erwogen. Sanktionen seien der einzige Weg, „ohne Blutvergießen zu einer Beendigung des Konflikts zu kommen.“ Merkel ging bei dem Treffen auf das Thema ein, sprach aber von einer Beibehaltung, mitnichten von einer Ausweitung. Die „territoriale Integrität der Ukraine“ müsse wiederhergestellt werden. Solange es dabei keine Fortschritte gebe, könnten die Sanktionen nicht aufgehoben werden.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kommentierte die Äußerungen Selenskis. „Wir haben diese Worte des Präsidenten der Ukraine gehört“. Dieser würde sich immer weniger von seinem Vorgänger unterscheiden. „Wir kommen allmählich zur Ansicht, dass die Positionen Selenskis und Poroschenkos beginnen, sich immer ähnlicher zu werden“, übersetzt das Portal russland.news Peskows Worte.

Auf den 12. Juli ist ein Gipfeltreffen zwischen der Ukraine, Deutschland, Frankreich und Russland angesetzt.

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Titelbild: photocosmos1 / Shutterstock.com

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