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Russland: Neue Hilfsmaßnahmen verkündet

Wladimir Putin hat gestern neue finanzielle Hilfe für Familien mit Kindern und für die Wirtschaft verkündet. Fünf Maßnahmen stechen hervor:

  • Ein neues Kreditprogramm soll Unternehmen aus den besonders von der Corona-Krise betroffenen Branchen dazu ermutigen, möglichst wenige Mitarbeiter zu entlassen. Ab dem 1. Juni können die Unternehmen Kredite beantragen, deren Höhe sich aus der Zahl ihrer Mitarbeiter mal dem gesetzlichen russischen Mindestlohn von etwa 12.130 Rubel (ca. 150 Euro) ergibt. Wer bis zum 1. April 2021 noch mindestes 90 Prozent seiner Mitarbeiter beschäftigt, muss weder Kredite noch die Zinsen i.H.v. 2 Prozent zurückzahlen.
     
  • Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus besonders betroffenen Branchen müssen für das komplette zweite Quartal 2020 keine Steuern und Versicherungsbeiträge entrichten (bis auf die Umsatzsteuer).
     
  • Selbständige erhalten die 2019 gezahlte Einkommensteuer in Gänze zurückerstattet.
     
  • Familien mit Kindern erhalten einmalige bzw. monatliche Zahlungen abhängig von Alter und Anzahl der Kinder. 
     
  • Arbeitnehmer im sozialen Bereich erhalten staatliche Gehaltszuschüsse, unter anderem Ärzte, Sozialarbeiter und Lehrer.

Die Kosten der gestern verkündeten Hilfspakete für Bürger und Unternehmen belaufen sich nach Informationen der Wirtschaftszeitung „Vedomosti“ auf zusammen 800 Mrd. Rubel (10 Mrd. Euro). Quellen: RBC (RU), Vedomosti (RU)

Diese Meldung stammt aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer kurzen Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.

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Foto: Kremlin.ru

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