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Moskaus Bürgermeister verkündet Rückkehr zur Normalität

In Moskau wurde die „Selbstisolations“-Pflicht für beendet erklärt. Auch die digitalen Passierscheine wurden abgeschafft.

Seit heute dürfen selbst Bürger über 65 Jahren und chronisch Kranke ihre Wohnungen wieder uneingeschränkt verlassen. Friseursalons sind wieder offen, Forschungsinstitute dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen, Theater wieder proben. Ab dem 16. Juni sollen Museen wieder besucht werden können und Cafés und Restaurants ihre Außenbereiche öffnen. Ab dem 23. Juni dürfen Fitnessclubs und Schwimmbäder sowie Kindergärten ihren Betrieb aufnehmen und öffentliche Spielplätze benutzt werden. Ein Überblick über alle Lockerungen findet sich hier sowie auf der russischsprachigen Website des Moskauer Oberbürgermeisters Sergej Sobjanin. Die Regelungen beziehen sich wohlgemerkt auf Moskau; in den meisten Regionen gelten nach wie vor Ausgangsbeschränkungen und Lockdown-Maßnahmen.

Bürgermeister Sobjanin hatte außerdem den Einwohnern Moskaus zum „gemeinsamen Sieg“ über die Pandemie gratuliert. Die Entscheidung kamen für Beobachter überraschend – noch immer steigt die Zahl der Infizierten jeden Tag um mehrere tausend Fälle. Ausländische Medien vermuten politisches Kalkül: Vor der verschobenen Siegesfeier am 24. Juni und dem Verfassungsreferendum wenige Tage später solle eine Illusion der Sicherheit erzeugt werden, äußert ein russischer Epidemologe in der Moscow Times. Andere Beobachter verweisen auf europäische Städte, deren ebenso vielen zu früh erschienenen Lockerungen ohne negative Konsequenzen abgelaufen seien.

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Titelbild: Kremlin.ru

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