Staatsbürger Montenegros werden: Das „Citizenship by Investment“-Programm

So wird man Staatsangehöriger Montenegros

Es werden immer mehr: Länder, die ihre Staatsenghörigkeit gegen Investitionen anbieten. Eines von ihnen ist Montenegro. Das nationale „Citizenship by Investment“-Programm läuft noch bis Ende des Jahres.

Corona-Pandemie, Klimawandel und Kriege: Je nach Aufenthaltsort sind das gute Gründe, seinen Wohnort zu wechseln und in ein anderes Land zu ziehen. Wer dies konsequent angehen und dabei auch gleich eine neue Staatsbürgerschaft annehmen möchte, findet eine wachsende Zahl von Ländern, welche folgendes anbietet: Staatsangehörigkeit gegen Bezahlung.

Auch Montenegro reihte sich 2019 in die Anbieter ein und startete das nationale „Citizenship by Investment“-Programm. Ursprünglich geplant bis Ende 2021, verlängerte die Regierung das Programm am letzten Tag des Jahres überraschend bis zum 31. Dezember 2022. Vermögende Privatpersonen („high net worth individuals“ – HNWIs) weltweit erhalten damit weiter die Chance, die montenegrinische Staatsbürgerschaft zu erwerben – wenn sie bereit sind, eine Mindestsumme zu investieren, beispielsweise in Immobilien oder Innovationsprogramme. Die Regierung veröffentlicht keine offiziellen Statistiken über die Anträge auf Staatsbürgerschaft durch Investitionen. Die Gesamtzahl der Anträge lag allein im letzten Jahr bei etwa 700, schätzt das Fachportal Latitude World. Der hohen Beliebtheit erfreut sich das Programm auch, weil mit der montenegrinischen Staatsbürgerschaft umfangreiche Reise-Freiheiten verbunden sind: visafreier Zugang zu über 120 Zielen weltweit, einschließlich des gesamten EU-Schengenraums.

Die montenegrinische Regierung gab keinen offiziellen Grund für die Programm-Verlängerung an; HWNI-Investoren begrüßen die Entscheidung aber ebenso wie die staatlich genehmigten Immobilienprojekte, die im Rahmen des Citizenship by Investment-Programms entwickelt werden und beliebte Investitionsziele sind. Ein Grund für die Verlängerung dürfte sein, dass das Programm eine große Rolle dabei spielte, die ausländischen Direktinvestitionen in Montenegro zu steigern.

Programmänderungen

Mit der Ankündigung der Verlängerung wurden auch Änderungen am Programm vorgenommen, die insbesondere den sogenannten Spendenbetrag betreffen. Der Mindestbetrag für Immobilieninvestitionen liegt weiterhin bei 250.000 Euro im Norden des Landes und 450.000 Euro an der Küste oder in der Hauptstadt Podgorica. Zuvor mussten die Investoren neben ihrer Immobilieninvestition 100.000 Euro an die Regierung spenden, nun müssen die Antragsteller 200.000 Euro spenden, um sich für das Programm zu qualifizieren – wodurch die Mindestinvestitionssumme auf 450.000 Euro steigt.

Die Regierung wird weiterhin die Hälfte des neuen Spendenbetrags an einen Fonds für die Entwicklung unterentwickelter Regionen weiterleiten, während der Rest nun an einen staatlich verwalteten Fonds zur Förderung von Innovationen geht. Außerdem wird die Regierung auch die Liste der derzeit genehmigten Projekte beibehalten, aber keine neuen Immobilienprojekte genehmigen. Schließlich akzeptiert Montenegro nun auch die Bewerbung von Teilnehmern aus „de-facto-Beziehungen“, einschließlich gleichgeschlechtlicher Paare. Es ist davon auszugehen, dass die Änderungen – wenn auch mit höheren Kosten verbunden – keine Abschreckung sind für zukünftige Bewerber. Ganz im Gegenteil: Als mögliches EU-Beitrittsland ist Montenegro auch aus politischen Gründen zunehmend attraktiv.

Ein wichtiger Punkt, den interessierte Investoren beachten müssen, ist die Verfügbarkeit der von ihnen bevorzugten Immobilienprojekte. Denn die Begrenzung der Projekte führte zu einer “Early-Bird”-Situation. Diejenigen, die rechtzeitig mit dem Antrags-Verfahren beginnen, haben die Wahl zwischen einer Reihe von qualifizierten Immobilien – alle die später kommen, müssen mit einer kleineren Auswahl Vorlieb nehmen.

Das Citizenship by Investment-Programm läuft noch bis zum 31. Dezember 2022. Unverbindliche Beratung zu der Bewerbung, Montenegro und den dortigen Investitionsmöglichkeiten gibt es hier und auf der Seite von Rufil Montenegro Consulting.

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Bojana Minic, Geschäftsführung Rufil Montenegro Consulting

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Über die Autorin:

Bojana Minic ist Geschäftsführerin von Rufil Consulting Montenegro. Auf Ostexperte.de schreibt Sie zu Themen wie Wirtschaftsrecht, Management und der internationalen Geschäftswelt.

Rufil Montenegro Consulting
ist ein One-Stop-Beratungsunternehmen, das sich auf Investitions- und Einwanderungsdienstleistungen in Montenegro spezialisiert hat. Es wurde 2014 mit dem Ziel gegründet, internationale und andere Investoren zu unterstützen, die in Montenegro aktiv sind. Rufil Montenegro Consulting ist eine Repräsentanz von Rufil Consulting – einer internationalen Unternehmensberatungsfirma mit Büros in Russland, Deutschland und Montenegro.
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