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Ostexperte.deVon

Nach Rückschlägen bei anderen Versorgungsprojekten ist „South Stream“ offenbar wieder in der Diskussion

Bulgarische Medien berichten über eine geplante Wiederbelebung des „South Stream“ Pipeline-Projekts. Nachdem es zuletzt Probleme mit den Versorgungsprojekten „TurkStream“ über die Türkei und „Kraft Sibiriens“, das Gas nach Osten liefern sollte, gab, überlege man nun, South Stream zu reaktivieren, heißt es unter Berufung auf eine Quelle in russischen Regierungskreisen. Aus Russland kommt bislang keine Bestätigung. 

Russland überlegt offenbar, das im Herbst 2014 mit großem Applomb begrabene Gaspipeline-Projekt „South Stream“ unter dem Schwarzen Meer nach Bulgarien wiederzubeleben. Eine entsprechende Meldung wird in bulgarischen Medien kolportiert.

Wie die russische Wirtschaftszeitung Wedomosti schreibt, gab es dafür heute – dem ersten Arbeitstag nach den langen russischen Neujahrsferien – jedoch keine Bestätigung. Das Energieministerium in Moskau teilte mit, auf russischer Seite bleibe „alles beim alten“. Gazprom wollte keinen Kommentar abgeben.

Probleme mit TurkStream und Kraft Sibiriens

Die Sofiaer Zeitung Standard berichtet unter Berufung auf bulgarische Regierungskreise, die zwei wesentlichen Gründe für die Wiederaufnahme des Projekts seien der akute russisch-türkische Konflikt und die Probleme beim Bau der Gaspipeline „Kraft Sibiriens“…

Lesen Sie weiter auf DRWN.de

 

UPDATE (20.01.2016):

South Stream ist nun endgültig am Ende. Die Vereinbarungen über das Projekt der South Stream Gaspipeline seien aufgelöst, meldete Gazprom am 20.01.2016 laut Nachrichtenagentur TASS. Der Vorstand habe zugestimmt, die Verträge zwischen Gazprom und der South Stream Transport B.V. aufzulösen und damit Gazprom von seinen Verpflichtungen zu befreien.

UPDATE (12.01.2016): 

Auch von offizieller bulgarischer Seite gibt es keine Bestätigung der Gerüchte. Gestern hatte sich auch Bulgariens Wirtschaftsminister in einer Fernsehsendung dazu geäußert, berichtet TASS. Das sagte Minister Lukarski:

„Dafür ist zwar das Energieministerium zuständig, aber soweit ich als Regierungsmitglied weiß, haben wir dazu keine offiziellen Informationen von unseren russischen Partnern erhalten. Ich darf aber hinzufügen, dass das South Stream-Projekt eingefroren und nicht abgesagt wurde. Es ist zwar momentan in der Warteschleife, kann aber jederzeit fortgesetzt werden. Ich möchte betonen, dass keine spezifischen Informationen verfügbar sind. „Gerücht“ ist die zutreffendste Beschreibung für die Situation. Ich kann bestätigen, dass die Regierung unser Projekt, ein Gas-Hub zu bauen diskutiert hat und es als vielversprechend ansieht.“

Das ZDF meldet inzwischen:

 

South Stream

Der geplante Verlauf der South Stream-Pipeline (Stand 16. September 2014) von der Website von Gazprom.

Quellen:

Artikel:
von Thomas Fasbender, DRWN.de

Fotoquelle

Quelle:

Titelbild:

Gaspipelines für South Stream im bulgarischen Warna.
By Mehlauge (eigenes Archiv) [GFDL or CC BY-SA 3.0 ], via Wikimedia Commons

Karte:
Geplanter Verlauf von der Website von Gazprom. Stand: 16.09.2014.

 

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