Kristina RitterVon

Sibirien knackt 50-Jahres-Tief

Während die Kältewelle in den USA langsam abschwächt, werden in Sibirien neue Rekordtemperaturen gemessen. Besonders kalt wurde es in Nowosibirsk und Nowokusnezk.

Bereits Anfang Februar waren die Temperaturen mehr als 10°C niedriger als gewöhnlich. Am 6. Februar erreichte die Kältewelle ihren bisherigen Höhepunkt: In Nowosibirsk und Nowokusnezk wurden die kältesten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen. Großveranstaltungen mussten abgesagt werden.

Das Thermometer sank in Nowsibirsk auf  -40°C und lösten damit den bisherigen Rekord von 39,6°C  ab. In Nowokusnezk sanken die Temperaturen noch tiefer. Wetterstationen zeichneten einen Tiefstand von -42 °C  auf.

Doch die Bewohner der Regionen lassen sich nicht von den kalten Temperaturen abschrecken. Ganz im Gegenteil: Auf Instagram kursiert eine neue „Challenge“ unter dem Hashtag #дубакчеллендж bzw. #dubakchallenge. Hierbei wird kochend heißes Wasser in die Luft geworfen. Aufgrund der arktischen Kälte gefriert es sofort und es entstehen faszinierende Bilder und Videos. Das Wort „Dubak“ (russ. дубак) ist Umgangssprache und heißt ungefähr sowas wie „Bärenkälte“ oder „Saukälte“.

 

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Мы видео не записывали на тот момент, но пару кадров еще осталось😊📸 #дубакчеллендж

Публикация от Анастасия (@anndriyanova)

Der Frühling hält in Sibirien erst im April bzw. Mai Einzug. Aus europäischer Sicht verlaufen Herbst und Frühling in Sibirien im Schnelldurchlauf. Innerhalb von zwei Wochen können sich die Temperaturen um bis zu 50 °C ändern. An besonders kalten Orten bleibt der Schnee bis zu neun Monate liegen und der Sommer beschränkt sich auf als drei Monate.

Fotoquelle

Titelbild: Alexander Demyanov/ Shutterstock.com

Kristina Ritter
Über den Autor

Kristina Ritter ist Autorin bei ostexperte.de und absolviert seit Oktober 2018 ein Praktikum bei Artax Rufil Consulting in Moskau. Sie hat in Düsseldorf International Management studiert und lebte unter anderem in Köln und Buenos Aires.