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Russisches Finanzministerium will Steuern auf Tabak und Wein erhöhen

Das russische Finanzministerium machte zuletzt auf sich aufmerksam, als es eine Verbrauchssteuer auf alkoholfreies Bier einführen wollte (Ostexperte.de berichtete). Das ist aber noch nicht alles: Nun schlägt das Finanzministerium der russischen Regierung vor, die Verbrauchssteuer auf Wein zu verdoppeln. Laut der Wirtschaftszeitung Kommersant sei dieser Vorschlag im Projekt der Hauptmaßnahmen im Bereich der Steuerpolitik für 2017-2019 enthalten und wurde der Regierung zur Genehmigung vorgelegt.

Von Natalia Schmidt, Exportmanagement Schmidt & Schmidt


Es ist geplant, die Verbrauchssteuer auf Weine aus importierten Trauben von 9 auf 18 Rubel pro Liter zu erhöhen. Die Verbrauchssteuer für Weine aus heimischer Herstellung sollen von 5 auf 10 Rubel pro Liter erhöht werden.

Die Erhöhung der Verbrauchssteuer ist nur für sogenannte stille Weine geplant, die kein Kohlendioxid enthalten. Die Erhöhung der Verbrauchssteuern betrifft keine Schaum- und Obstweine.

Russische Weinproduzenten reagieren mit Erstaunen auf die Initiative. Pawel Titow, Präsident des Weinhauses „Abrau-Durso“, ist der Meinung, dass die Erhöhung der Verbrauchssteuer den Konsum und die Weinproduktion in Russland verringern werde. Auch die Importsubstitution werde seiner Meinung nach anhalten.

Darüber hinaus schlägt das Finanzministerium vor, die Tabaksteuer zu erhöhen. Die Verbrauchssteuer auf Tabak könnte sich um 30 Prozent ansteigen. Es sollen auch zusätzliche Steuern auf gelagerte Tabakprodukte anfallen.

Ende September schlug die Regierung dem Finanzministerium vor, die Verbrauchssteuer auf hochprozentige Spirituosen zu senken. Die Preise für Wodka sollten von 500 auf 360 Rubel pro Liter gesenkt werden, um die Steuererhebung zu verbessern.

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