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Russland: KMU-Zulieferer sollen Zertifizierungskosten übernehmen

Kleine und mittelständische Unternehmen müssen die Zertifizierungskosten übernehmen, wenn sie an staatliche Großkunden liefern wollen – dafür hat sich Alexander Bravermann, Chef der Agentur für KMU-Förderung MSP, in einem Brief an Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin ausgesprochen. Die entsprechende Diskussion wird vom staatlichen Ölkonzern Rosneft und dem russischen Finanzministerium geführt.

Der Ölriese hat 2016 Aufträge über 2,2 Mrd. Euro an KMU vergeben und ist damit der größte Einkäufer Russlands. Deshalb will Rosneft staatlichen Großunternehmen per Gesetz das Recht einräumen, zusätzliche Zertifikate von Zulieferern einfordern zu dürfen und die Kosten an sie auszulagern. Brancheninsider kritisieren die Initiative scharf, weil sie den KMU den Zugang Staatsaufträgen erschwere und den Kostenaufwand nach oben treibe: ein Zertifikat kostet durchschnittlich etwa 0,5 Mio. Rubel (rund 7.000 Euro).

Quelle: Vedomosti (RU)


Diese Meldung stammt aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer kurzen Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.

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