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Russisches Haushaltsdefizit 2017 niedriger als erwartet

Der russische Rechnungshof schätzt, dass das Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr unter der gesetzlichen Schuldengrenze von 1,8% des BIP liegt (Defizit 2016: 3,5%). Das wäre deutlich besser als zu Jahresbeginn geplant. 2018 soll das Defizit laut Wirtschaftsministerium weiter auf 1,3% sinken. Der gestiegene Ölpreis habe 2017 für höhere Staatseinnahmen von geschätzt 240 bis 270 Mrd. Rubel (3,5-4 Mrd. Euro) gesorgt. Seit dem neuen Jahr gilt eine neue Budgetregel, nach der zusätzliche Einnahmen oberhalb des festgelegten Ölpreises (40 Dollar pro Barrel Urals) in die Reserven fließen. Der bisherige Reservefonds (mit Ende 2014 noch rund 90 Mrd. Dollar) ist erschöpft wird zum 1. Februar 2018 aufhören zu bestehen und im zweiten Sicherungsfonds, dem Nationalen Wohlstandsfonds (1. Januar 2018: rund 66 Mrd. Dollar), aufgehen.

Quellen: RG (RU), NZZ, Vedomosti, Meduza (EN), Finanzministerium (RU)


Diese Meldung stammt aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer kurzen Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.

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Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK Russland) ist die Interessensvertretung deutscher Unternehmen in Russland und russischer Unternehmen in Deutschland.

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