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Zenit-Arena: Petersburg feuert Hauptauftragnehmer und riskiert Verlust der WM 2018

Am Krestowskij-Stadion in St. Petersburg wird bereits seit über acht Jahren gebaut, die Kosten sind von ursprünglich 6,7 Milliarden Rubel auf knapp 40 Milliarden explodiert. Dennoch sollte es im Herbst fertig werden. Nun hat St. Petersburg aber den Vertrag mit dem Hauptauftragnehmer gekündigt. Ein riesiger Skandal der droht, die WM 2018 zu gefährden. 

Von Susanne Brammerloh, russland.news.


Zu 85 Prozent fertig, im Oktober ist das Stadion zur Übergabe bereit, Zenit kann schon in der kommenden Saison in seiner neuen Arena spielen – in letzter Zeit häuften sich die frohen Botschaften und es sah tatsächlich so aus, als würde es doch noch gut aussehen für die ständig teurer werdende Langzeitbaustelle auf der Kreuzinsel.

Aber nun kommt es zum Superskandal – die Stadt St. Petersburg hat den Vertrag mit dem Generalauftragnehmer aufgekündigt und sucht im Hau-Ruck-Verfahren einen neuen.

Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, das Großprojekt zum Scheitern bringen zu wollen. Die FIFA spitzt sicher schon die Ohren.

Nach Angaben des Stadtportals Fontanka.ru war der große Krach seit Langem abzusehen gewesen – die Stadtregierung war ständig unzufrieden mit dem ihrer Meinung nach zu niedrigen Arbeitstempo, ausstehenden Zahlungen an Subunternehmer und der zu geringen Zahl an auf dem Bau eingesetzten Arbeitern.

Der Generalauftragsgeber, das Unternehmen Inschtransstroi-SPb, warf der Stadt vor, absichtlich die Abnahme bereits abgeschlossener Arbeiten hinauszuzögern und alles dafür zu tun, um die Fristen platzen zu lassen. In einer offiziellen Erklärung der Firma war gar von „Erpressungstaktik“ die Rede.

„Feindliche Übernahme“

Aber alles der Reihe nach: Am Mittwoch kam es zu einer kurzen Kundgebung, als sich am Abend etwa 100 Arbeiter zusammenfanden und die Ein- und Ausgänge zur Baustelle blockierten. Sie forderten ihren seit zwei Monaten ausstehenden Lohn. Die Verantwortung für diese Aktion schoben sich die Streithähne ebenfalls gegenseitig zu – die Stadt sah darin ein Druckmittel seitens des Generalauftraggebers, und der sprach von einem angeblich von der Stadt sanktionierten „Versuch der feindlichen Übernahme“…

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Titelbild

Quelle: Von Igor3188 – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0,

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