Viessmann eröffnet Werk in Russland

Viessmann eröffnet Fabrik in Lipezk

Das deutsche Familienunternehmen Viessmann eröffnet ein neues Werk in der Sonderwirtschaftszone Lipezk. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

Der Hersteller für Heiztechnik-Produkte aus Nordhessen soll rund 1,5 Mrd. Rubel (ca. 22 Mio. Euro) in den neuen Produktionsstandort in Russland investiert haben. Bei der Eröffnung anwesend waren u. a. der Präsident des Verwaltungsrats, Martin Viessmann, sowie der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation, Rüdiger von Fritsch.

Deutscher Heiztechnik-Hersteller

In der Sonderwirtschaftszone Lipezk nahe der Stadt Woronesch will Viessmann laut Pressemeldung Warmwasser-Industriekessel des Modells Vitomax mit einer Leistung von zunächst bis 7 MW herstellen. Zu den Kunden gehören u. a. Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie sowie Chemie- und Pharmaproduzenten oder Nahrungsmittelhersteller.

Auch Kommunen und staatliche Einrichtungen sowie Betreiber von Nah- und Fernwärmenetzen sollen von den Industriekesseln profitieren. Durch das Werk sollen 140 Arbeitsplätze in Lipezk entstehen. Die Wahl auf den Standort fiel laut Viessmann aufgrund der günstigen geographischen Lage, der Nähe zu den Kunden und Stahllieferanten sowie der geeigneten Infrastruktur.

„Der Bau dieses Werkes ist ein Meilenstein des Viessmann-Engagements auf dem russischen Heizungsmarkt. Es symbolisiert gleichsam die große Bedeutung, die wir dem Land nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Standort für die Produktion beimessen“, erklärte Martin Viessmann im Rahmen der Eröffnungsfeier vor mehr als 150 Gästen aus Politik und Wirtschaft.

Sonderwirtschaftszone Lipezk

Die Sonderwirtschaftszone Lipezk liegt rund 460 km südlich von Moskau. Sie wurde 2005 gegründet und umfasst eine Fläche von fast 2.300 Hektar. Die Regierung erhofft sich vom Standort die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Industriekomplexes. Zum einen soll die Importsubstitution gefördert, zum anderen sollen ausländische Investoren angelockt werden.

Das Budget zur Entwicklung der Sonderwirtschaftszone betrug laut TASS rund 6,1 Mrd. Rubel (ca. 94 Mio. Euro). Bisher seien dort 50 Unternehmen aus 16 Ländern angesiedelt. Auch das deutsche Familienunternehmen OBO Bettermann, ein Hersteller für Elektroinstallationstechnik mit Sitz im sauerländischen Menden, hat im Oktober letzten Jahres ein Werk in Lipezk eröffnet.

ss

Titelbild
[toggle title=“Fotoquelle“ open=“no“]Offizieller Twitter-Account der Sonderwirtschaftszone Lipezk