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Fußball-Weltmeisterschaft: Ex-Vizegouverneur von Sankt Petersburg verhaftet

Der Ex-Vizegouverneur von Sankt Petersburg, Marat Oganesjan, wurde heute in Moskau verhaftet. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Laut der staatlichen Ermittlungsbehörde wird Oganesjan beschuldigt, 50 Millionen Rubel (etwa 780.000 US-Dollar) in seine eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Das Geld war laut Behörde ursprünglich für den Bau des Stadions von Zenit Sankt Petersburg im Vorfeld zur Fußball-WM bestimmt. 

Laut den Ermittlern ist das Geld im Jahre 2014 verschwunden. Marat Oganesjan soll das Geld mithilfe eines Subunternehmens, das TV-Bildschirme für das Stadion bereitstellte, entwendet haben.

Stadion in Sankt Petersburg ist ein Millionengrab

Am Krestowskij-Stadion in St. Petersburg wird bereits seit über acht Jahren gebaut, die Kosten sind von ursprünglich 6,7 Milliarden Rubel auf mehr als 40 Milliarden explodiert (Ostexperte.de berichtete). The Moscow Times schätzt, das etwa 505 Millionen Rubel (ca. 7,8 Millionen US-Dollar), die für den Bau von Schulen geplant waren, nun ins Stadion geflossen sind. Ein ähnliches Schicksal erlebten eine Milliarde Rubel (ca. 15,3 Millionen US-Dollar), die ursprünglich für den Bau von Krankenhäusern in Sankt Petersburg gedacht waren.

Titelbild

Quelle: Von Igor3188 – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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