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Adidas schließt bis Jahresende 160 russische Filialen

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas will bis Ende 2017 rund 160 Filialen in Russland schließen. Dies berichtet das Wirtschaftsportal RBC.

Wie 2015 und 2016 will der deutsche Konzern auch in diesem Jahr Filialen in Russland dichtmachen. Das erklärten CEO Kasper Rorsted und CFO Harm Ohlmeyer bei einer Telefonkonferenz mit Investoren. Laut Ohlmeyer sollen bis Ende 2017 rund 160 Geschäfte schließen.

Es sei zu erwarten, dass der russische Markt seine Talfahrt „nach vier Jahren Sanktionen“ fortsetzen werde, erklärte Rorsted. Auch die „Abhängigkeit vom Ölpreis“ sei eine Herausforderung. Deshalb müsse das Management reagieren.

Adidas ist der größte ausländische Sporthändler in Russland. Doch nach Unternehmensgaben ist Russland die einzige Region, in der die Einnahmen jährlich zurückgehen.

Russland als Risikomarkt

2014 hat der Konzern Russland als Risikomarkt eingestuft. 2015 wurden rund 200 Filialen zugemacht. 2016 folgten weitere 80 Filialen. „Wir wurden Opfer unseres eigenen Erfolgs“, erklärte der ehemalige CEO Herbert Hainer.

Laut dem russischen Unternehmenschef Michail Maschtakow entfallen 3% der globalen Einnahmen auf Russland. Im Mai 2017 erklärte er, dass der Konzern eine Anpassung an die Marktsituation plane. Dazu zähle auch die Entlassung von Mitarbeitern.

In der 1. Hälfte 2017 konnte Adidas seine Einnahmen in Russland und den GUS um 10% auf 341 Mio. Euro steigern (vgl. Unternehmenszahlen). Doch währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang um 10%.

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