Eva LennartzVon

Deutsches Unternehmen Horsch investiert in Russland

Der deutsche Landmaschinenhersteller Horsch hat am Standort seines Service-Zentrums in der Region Lipezk eine neue Montagehalle in Betrieb genommen. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS.

Laut Pressemitteilung der Gebietsverwaltung beträgt die Investition in die neue Montagehalle rund 200 Millionen Rubel (etwa 2,9 Mio. Euro). Horsch will dort künftig Grubber, Scheibeneggen, Sämaschinen und andere Geräte für die Bodenbearbeitung und den Pflanzenschutz produzieren.

Mit der neuen Montagehalle werden 150 Arbeitsplätze geschaffen. Jährlich sollen rund 100 Landmaschinen für den russischen Markt sowie für den Export nach Weißrussland, Aserbaidschan, China und in andere Länder hergestellt werden.

Die Horsch Rus GmbHist eine Tochtergesellschaft des deutschen Landmaschinenherstellers Horsch Maschinen GmbH und ist seit 2010 in der Sonderwirtschaftszone „Tschaplyginskaja“ im Gebiet Lipezk ansässig.

Mit der Eröffnung der neuen Montagehalle soll der Lokalisierungsgrad des Unternehmens in der Region schrittweise von 40 auf 60 Prozent erhöht werden. Seit Gründung im Jahr 2010 hat die russische Tochtergesellschaft etwa 15 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion in der Region Lipezk investiert.

Zum Unternehmen

Die Horsch Maschinen GmbH ist ein bayerischer Hersteller spezieller Landtechnik für den Ackerbau. Heute werden Scheibeneggen, Grubber, Sämaschinen (Zinken- und Scheibensätechnik), Überladewagen für Getreide und Pflanzenschutzgeräte hergestellt. Bekannt wurde die Firma durch Dreiradtraktoren und ihre Technik für Minimalbodenbearbeitung. Der Jahresumsatz betrug im Geschäftsjahr 2015 ungefähr 220 Millionen Euro.

Neben Russland hat das Unternehmen auch Standorte in Frankreich, Großbritannien, der Tschechischen Republik, der Ukraine und den USA. In Deutschland ist Horsch in Schwandorf, Ronneburg und Landau/Oberpöring vertreten.

Zur Sonderwirtschaftszone

Die Sonderwirtschaftszone (SWZ) in der Nähe der russischen Stadt Tschaplygin in der Region Lipezk besteht seit 2006. Sie umfasst eine Fläche von 430 Hektar. Dort sind 12 Unternehmen angesiedelt. Sie stammen aus den Bereichen Chemie, Metallurgie und Maschinenbau. TASS beziffert die Gesamtinvestition in die SWZ auf 36 Milliarden Rubel (ca. 0,52 Mio. Euro).


Titelbild: David Wright, Simba Horsch Seed Drill operating on Wootton Wold – geograph.org.uk – 1000266, Size changed to 1040x585px., CC BY-SA 2.0.

Eva Lennartz
Über den Autor

arbeitet seit September 2017 als Online-Redakteurin für die Nachrichtenseite Ostexperte.de in Moskau.

Bachelor-Abschluss in „European Studies“ (Maastricht University). Master of Arts in “Global Studies” – Studium in Wien, Santa Barbara (USA) und Wroclaw, Polen.

Großes Interesse an und diverse Auslandsaufenthalte in Osteuropa, unter anderem Tätigkeit als Projektassistentin in der Ostukraine und Praktikum bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Serbien.

 

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