Thorsten GutmannVon

Haier investiert in Waschmaschinen-Werk in Russland

Der chinesische Haushaltsgeräte-Hersteller Haier plant, 50 Millionen US-Dollar in ein Waschmaschinen-Werk in Russland zu investieren. Die Produktionskapazität beläuft sich auf eine halbe Million Geräte pro Jahr. Dadurch sollen 350 neue Arbeitsplätze entstehen, erklärte die Russland-Chefin des Unternehmens gegenüber dem Wirtschaftsportal RBC.

Der Grundstein für das neue Werk soll im Januar 2018 in der russischen Großstadt Nabereschnyje Tschelny gelegt werden. Dort betreibt das Unternehmen mit Sitz im chinesischen Qingdao einen eigenen Industriepark. Der Bau soll ab April 2018, und die Produktion ab Juli 2019 starten.

Laut der Russland-Chefin Ljudmila Romanowa will Haier am Produktionsstandort einen modernen Monopark für die High-Tech-Industrie entwickeln. Dabei wird das Unternehmen von der chinesischen Regierung und der russischen Republik Tatarstan unterstützt.

Industriepark in Tatarstan

Das Werk soll Eigenangaben zufolge mit europäischen Technologien der jüngsten Generation ausgerüstet sein. Das Färben und Verpacken der Produkte erfolge vollautomatisch, versicherte Romanowa. Das Unternehmen sei hauptsächlich am „lokalen Markt“ in Russland interessiert und plane, einen Marktanteil von 20 Prozent im Waschmaschinen-Segment zu erreichen. „Nur ein kleiner Teil der Waren wird in die GUS oder nach Zentralasien geliefert“, so die Russland-Chefin.

Bereits im Mai 2017 hatte der Bürgermeister der Stadt Nabereschnyje Tschelny dem Vize-Präsidenten bei Haier vorgeschlagen, einen Industriepark auf einer Fläche von ca. 125 Hektar zu erschließen. In China ist der Vorschlag offenbar gut angekommen. Der Präsident der Republik Tatarstan, Rustam Minnichanow, hofft auf weitere chinesische Investoren in der Region.

Thorsten Gutmann
Über den Autor

ist Chefredakteur von Ostexperte.de.

Zuvor war er Autor der Moskauer Deutschen Zeitung und Online-Redakteur der Berliner Zeitung und des Berliner Kuriers.

 

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