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Umfrage: Fußball-WM verbessert Russlands Image bei Mittelständlern

Herbstumfrage: Mehrheit optimistisch / Politik weiter negativ beurteilt

Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbundes.


Mit 62 % rechnen fast zwei Drittel der Mittelständler, die sich an der diesjährigen Herbstumfrage des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds beteiligten, mit einer Verbesserung ihres Russlandgeschäfts im laufenden Jahr. Dies ist ein hoher Wert, stellt jedoch gegenüber 75 % im Frühjahr einen deutlichen Rückgang dar. Bei Logistikern – Vorboten der realwirtschaftlichen Entwicklung – liegt der Wert nicht mehr höher als bei den Produzenten.

Die politischen Rahmenbedingungen werden unverändert negativ beurteilt: nach 92 % im Frühjahr halten es nun 88 % für (sehr) unwahrscheinlich, dass sich die Beziehungen USA-Russland verbessern werden. Vor einem Jahr waren es 79 %. Auch die Sanktionspolitik wird weiter pessimistisch gesehen. Wie im Frühjahr 2017 halten 81 % und damit konstant vier Fünftel der Mittelständler eine Lockerung der Sanktionen für (sehr) unwahrscheinlich. Etwas optimistischer werden die bilateralen Beziehungen gesehen. Rechneten im Frühjahr noch 28 % mit einer Erholung des Verhältnisses, trauen der neuen Bundesregierung nun 37 % eine Verbesserung der Russlandbeziehungen zu.

„Positive Bilder wecken Interesse“

Schließlich haben wir die Unternehmen gebeten einzuschätzen ob die Fußball-WM im Sommer 2018 das Bild des Gastgebers Russland in Deutschland beeinflusst. Mit einer positiven Veränderung rechnete vor der WM gut die Hälfte der Befragten (53 %). Nach der WM attestieren mit 76 % drei Viertel der Befragten Russland eine Image-Verbesserung.

„Die Fußball-WM führte zu einem Image-Gewinn für Russland“, so Verbandspräsident Thomas Overbeck, „das wird sich für deutsche Mittelständler auszahlen. Positive Bilder wecken Interesse und führen zu mehr Vertrauen auch bei Unternehmen, deren Fokus bisher nicht auf Russland lag.“

An der Umfrage des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds vom 04.-10.09.2018 beteiligten sich 127 mittelständische Unternehmen im Russlandgeschäft. Nach starken Rückgängen ist das russische BIP 2017 um ca. 1,5 % gewachsen. Für 2018 werden 1,9 % prognostiziert.

Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund e.V. vertritt die Interessen mittelständischer Unternehmen und setzt sich ein für die Perspektive Russlands als strategischer Zukunftsmarkt und gegen die Erosion des Vertrauens im bilateralen Wirtschaftsverkehr. Der Verband mit Sitz in Hamburg richtet 2018 zwei Unternehmerreisen nach Russland sowie den 4. Deutsch-Russischen Mittelstandstag aus.

Titelbild

Quelle: Wetzkaz Graphics| Shutterstock.com

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