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Weltbank will Chinas „Neue Seidenstraße“ fördern

Die Weltbank will acht Milliarden US-Dollar für die Infrastruktur der „Neuen Seidenstraße“ bereitstellen. Darüber berichtet das russische Finanzportal Westi.

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim erklärte am Dienstag, das Riesenprojekt „One Belt – One Road“ von China durch Zentralasien nach Europa mitfinanzieren zu wollen. Im Rahmen dieser „Neuen Seidenstraße“, einer Initiative Chinas, ist der Bau von Straßen, Häfen und Schienen zur Verknüpfung der Länder Eurasiens geplant.

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat vor einigen Jahren angekündigt, historische Handelsrouten wiederbeleben zu wollen. Die Pläne betreffen über 60 Länder und 4,4 Milliarden Menschen, die 40 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts umfassen.

Peking spricht von einem „Jahrhundertprojekt“. China will die Handelsinitiative mit bis zu einer Billion US-Dollar unterstützen. Zudem plädierte der Präsident für mehr Freihandel und weniger Protektionismus. „Isolation führt zu Rückständigkeit“, sagte Xi.

Brigitte Zypries in Peking

Im Mai 2017 war die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei einem Gipfeltreffen in Peking, auf dem China die „Neue Seidenstraße“ vorgestellt hat. Auch der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan waren vor Ort.

Laut Weltbank seien die chinesischen Pläne ein „Katalysator“ für Investitionen im Infrastruktur-Bereich. Mit einer finanziellen Förderung wolle sie die Möglichkeiten der Handelsinitiative „maximieren“. Auch die China Construction Bank (CCB) und die Bank of China (BOC) haben großspurige Investitionen angekündigt.

Die FAZ veröffentlichte 2016 eine umfassende Reportage zu den „Handelswegen der Zukunft“. Dort heißt es:

„Für eine Billion Dollar baut China die Handelswege nach Europa und Afrika aus. Es geht um Häfen, Bahnlinien, Gasleitungen. Und um das Ziel, wieder zur größten Wirtschaftsmacht der Welt zu werden – wie zu Marco Polos Zeiten.“

Der CEO von DB Cargo Russia, Uwe Leuschner, betonte auf einer Veranstaltung im März 2017 die Wichtigkeit der „Neuen Seidenstraße“ für die europäische und deutsche Wirtschaft. „Es ist uns wichtig, Verbindungen zwischen Asien und Europa zu stärken und zu pflegen“, erklärte er.

Quellen

Bildquelle: Victorgrigas, The World Bank Group, Size changed to 1040x585px., CC BY-SA 3.0

Textquelle: Der Beitrag basiert teilweise auf einer Meldung aus dem Morgentelegramm der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK).

 

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