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VW-Chef Matthias Müller trifft Wladimir Putin

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Matthias Müller, wurde am heutigen Mittwoch vom russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau empfangen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters

Es ist ein Bild, das die Welt nach Beginn der wechselseitigen Sanktionspolitik 2014 nicht oft gesehen hat: Der russische Präsident trifft auf den Chef eines europäischen Industriekonzerns.

Putin will Volkswagen unterstützen

VW-Chef Matthias Müller soll beim Treffen betont haben, dass sein Unternehmen seit über zehn Jahren Fahrzeuge in Russland produziere. Die Investitionen würden sich auf fast zwei Milliarden Euro belaufen. Putin wiederum soll geäußert haben, dass jedes zehnte Auto, das in Russland verkauft werde, ein VW-Wagen sei.

Reuters zufolge soll Wladimir Putin dem deutschen Automobilkonzern Unterstützung angeboten haben. Vor allem in Zeiten sinkender Nachfrage und rückläufiger Verkaufszahlen soll das Russlandgeschäft von Volkswagen weiterentwickelt werden.

Automobilindustrie in Russland

Dem russischen Präsidenten sei bewusst, dass die ausländische Automobilindustrie mit großen Herausforderungen in Russland zu kämpfen habe. Grund hierfür sei vor allem die anhaltende Wirtschaftskrise im Land, schreibt Reuters.

„Wir sind erfreut, dass ihr [Volkswagen – Anm. d. Red.] Geschäft im Großen und Ganzen gut läuft, obgleich wir verstehen, dass es gewisse Schwierigkeiten gibt“, soll Putin geäußert haben. Außerdem: „Wir sind immer bereit, alle Fragen im Zusammenhang mit ihrer Entwicklung in unserem Land zu diskutieren.“

Rückläufige Russland-Verkauszahlen

Zur VW Group gehören neben Volkswagen auch die Marken Audi, Seat und Skoda. In Russland gilt der Konzern als größter ausländischer Autobauer. Nach Angaben der Association of European Businesses (AEB) sollen jedoch die Russland-Verkaufszahlen im letzten Jahr um 5 Prozent zurückgegangen sein.

Einige ausländische Autoproduzenten wie General Motors hätten den russischen Markt bereits verlassen, schreibt Reuters. Volkswagen dagegen investiere weiter. Der Automarkt in Russland ist stark gesunken. 2012 sollem die Russen fast 3 Millionen Neuwagen gekauft haben. Nun liege die Anzahl bei rund 1,4 Millionen Einheiten.

Russland-Strategie von Volkswagen

Einer Quelle aus der Autoindustrie zufolge erhoffe sich Müller „exklusive Vorteile“ für den VW-Konzern in Russland. Eigenen Angaben zufolge soll der Autobauer 6.800 direkte und 50.000 indirekte Arbeitsplätze in Russland geschaffen haben.

„Wir denken vorwärts in die Zukunft und suchen nach Wegen, um unsere globale Strategie auf dem russischen Markt zu implementieren“, erklärte das Unternehmen. Schon jetzt profitiere VW von Steuervergünstigungen in Russland, betonte Putin gegenüber russischen Reportern.

Titelbild

Quelle: kremlin.ru

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