Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Thorsten GutmannVon

Russland und Iran beschließen Visa-Erleichterung

Iran und Russland haben eine Visa-Erleichterung für Reisegruppen eingeführt. Laut Präsidentin des russischen Föderationsrats, Walentina Matwijenko, könnte die Visapflicht bald vollständig abgeschafft werden.

Am heutigen Dienstag findet in Teheran die fünfte Sitzung der iranisch-russischen Kommission für konsularische Zusammenarbeit statt. Dort haben Vertreter der beiden Regierungen ein Dokument unterzeichnet, das eine Visa-Erleichterung für Touristen regelt. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf iranische Medien.

Visa-Erleichterung für Geschäftsleute

Bereits am 6. Februar haben Russland und Iran ein zwischenstaatliches Abkommen zur Visa-Erleichterung eingeführt. Ziel war die gegenseitige Förderung der Wirtschaftskraft. Geschäftsleute, Austauschschüler, Lehrer und Touristen können seither wesentlich einfacher nach Russland (bzw. Iran) einreisen.

Demnach können die russische Botschaft (bzw. die jeweiligen Konsulate) ein Multiple-Entry-Visa für einen Aufenthalt von bis zu fünf Jahren ausstellen. Nach Erhalt aller Dokumente müssen die Konsulate ein einfaches Visum innerhalb von drei Tagen ausstellen. Ein Multiple-Entry-Visum muss innerhalb von zehn Tagen ausgestellt werden.

Matwijenko: Visapflicht zwischen Russland und Iran könnte wegfallen

Russland und Iran könnten die gegenseitige Visapflicht bald vollständig abschaffen, erklärte Walentina Matwijenko am 14. November. Ihrer Aussage zufolge habe sich die Anzahl der Reisen von Russland in den Iran stark erhöht. Auch umgekehrt sei die Anzahl der Reisen angestiegen.

Die Visa-Erleichterung eröffne „große Möglichkeiten für Geschäftsleute, die Jugend, Touristen sowie Studenten und Schüler“. Matwijenko erklärte auch, dass eine solche Maßnahme aus „wirtschaftlicher Sicht“ wichtig sei. Sie würde zudem die „freundschaftlichen Beziehungen unserer Länder“ unterstützen.

 

Thorsten Gutmann
Über den Autor

Thorsten Gutmann war von September 2016 bis Dezember 2018 Chefredakteur der unabhängigen Nachrichtenseite Ostexperte.de in Moskau. Derzeit arbeitet er als Nachrichtenchef bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK). Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er u. a. für die Moskauer Deutsche Zeitung und die Berliner Zeitung tätig. Im Jahr 2017 gründete er die RUSummit – Fachkonferenz zur Digitalwirtschaft in Russland mit dem Ziel, den deutsch-russischen Wirtschaftsdialog zu fördern.