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Neue US-Sanktionen wegen Skripal-Affäre

Wegen des Giftanschlags auf den Ex-Geheimagenten Sergej Skripal haben die USA neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Hintergrund ist ein Gesetz zur Bekämpfung von Chemiewaffen aus dem Jahr 1991. US-Finanzinstituten, darunter Banken, Treuhandgesellschaften und Investmentfirmen, wird ab dem 26. August verboten, am Primärmarkt für nicht auf Rubel lautende Staatsanleihen teilzunehmen. Zudem dürfen US-Finanzinstitute und deren ausländische Tochtergesellschaften künftig keine Nicht-Rubel-Finanzmittel an den russischen Staat verleihen. Von den Sanktionen betroffen sind das russische Finanzministerium, die Zentralbank und der Nationale Wohlfahrtsfonds. Von den Sanktionen ausgenommen sind russische Staatsunternehmen und Staatsbanken.

Laut Experten dürften sich die negativen Konsequenzen durch die Sanktionen mittelfristig in Grenzen halten. Anders als zuvor in diversen Medien berichtet bleibe der Handel mit auf Rubel lautenden OFZ-Staatsanleihen sowie mit bereits emittierten Anleihen auf dem Sekundärmarkt weiterhin erlaubt, heißt es. Langfristig könnten die Strafmaßnahmen aber die Staatshaushaltsplanung erschweren und rein psychologisch das Geschäfts- und Investitionsklima beeinträchtigen. Quellen: OFAC (EN), RBC (RU), Vedomosti (RU), Interfax (RU), Financial Times (EN)

Diese Meldung stammt aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer kurzen Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.

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Titelbild: maradon 333 / Shutterstock.com

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