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Uniper will Finanzierung von Nord Stream 2 aufteilen

Der deutsche Energiekonzern Uniper sucht nach Partnern zur Finanzierung seines Anteils an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Dies berichtet die Tageszeitung Kommersant.

Die wirtschaftlich angeschlagene Eon-Abspaltung Uniper hat Probleme, den Anteil von 950 Mio. Euro alleine zu stemmen. Schon damals kündigte das Unternehmen an, es untersuche „derzeit mögliche Strukturen zur Beteiligung eines Partners an Unipers Anteil an der Finanzierung des Projekts“. Dies bestätigt nun Finanzvorstand Christopher Delbrück.

Laut Kommersant ziehe Delbrück in Erwägung, bis zu 50 Prozent der Finanzierung auf Partner abzuwälzen. Die Investition soll dadurch attraktiver werden. Letzten Monat haben fünf Unternehmen aus Europa zugesagt, die Hälfte des Pipeline-Projekts zu finanzieren. Die Gesamtkosten für Nord Stream 2 belaufen sich laut Gazprom auf 9,9 Mrd. Euro.

Geschäftszahlen von Eon und Uniper

Im Mai präsentierte Eon seine Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2017. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2016 verzeichnete Eon einen Gewinnrückgang von 46 Prozent auf 628 Mio. Euro. Schuld seien unter anderem die Abschaltung des Kernkraftwerks Brokdorf, die gestiegenen Stromnetz-Entgelte sowie höhere Beschaffungskosten im Strom- und Gasgeschäft.

Besser sieht es bei Uniper aus. Der Konzern konnte seinen Gewinn im 1. Quartal 2017 von 652 Mio. auf 733 Mio. Euro steigern. Der Konzern profitierte von der höheren Bewertung seiner Finanzinstrumente. Das Ebitda dagegen schrumpfte auf 689 Mio. Euro. Der Grund: Die mit Gazprom abgeschlossenen Gasverträge seien 2017 weniger günstig als im Vorjahreszeitraum.

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