S&P verbessert Ausblick für 13 russische Unternehmen

Standard & Poor’s verbessert Prognose für 13 russische Unternehmen

Die US-amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor‘s hat seine Prognosen für 13 russische Unternehmen von „stabil“ auf „positiv“ angehoben. Dies meldet die Nachrichtenagentur TASS.

Bereits am 17. März hatte S&P seine Ausblicke für Russland unter die Lupe genommen und war zu einem positiven Ergebnis gekommen.

Auf Russland folgen die russischen Unternehmen

Die Einschätzung der russischen Kreditwürdigkeit konnte von „stabil“ auf „positiv“ angehoben werden. Als Grund hierfür wurde unter anderem ein erwartetes Wachstum des russischen BIP von ungefähr 1,7 Prozent und die gesunkene Gefahr größerer Kapitalausflüsse genannt.

Laut der nun von S&P am 22. März ausgegebenen Pressemeldung habe eben jene Neu-Einschätzung von fünf Tagen zuvor die Agentur dazu bewegt, auch die russischen Unternehmen einer erneuten Begutachtung zu unterziehen. Hierbei hat man den Ausblick der 13 Firmen korrigieren müssen, da sich deren wirtschaftliche Lage und Zukunft besser darstellt, als zuvor gedacht.

Viele Firmen aus der Energiebranche

Die Liste dieser Unternehmen umfasst das russische Bahnunternehmen RZhD (Rating: BB+), der staatlich geführte Nuklearbetrieb Atomenergoprom (Rating: BB+), der größte Elektrizitätskonzern des Landes FGC UES (Rating: BB+), der Moskauer Energieversorgungsbetrieb MOESK (Rating: BB-), die ebenfalls in der Stromversorgung tätige Firma IDGC (Rating: BB-), der Energienetzbetreiber Rosseti (Rating: BB+), der zweit-größte russische Öl-Produzent Lukoil (Rating: BBB-), der staatlich geführte Energiekonzern Gazprom (Rating: BB+/BBB-) sowie dessen Tochtergesellschaft Gazprom Neft (Rating: BB+), das teilstaatliche Ölunternehmen Rosneft (Rating: BB+), der staatliche Pipelinekonzern Transneft (Rating: BB+/BBB-) sowie die beiden Telekommunikationsunternehmen MegaFon (Rating: BB+) und MTS (BB+).

Bessere Ratings in Aussicht gestellt

Die positiv ausgefallenen Ausblicke entsprechen zwar nicht einer Änderung des letztlich entscheidenden Ratings, stellen aber eine entsprechende Aufwertung in Aussicht. Sollte S&P in Folge seiner verbesserten Einschätzung die Kreditwürdigkeit Russlands aufstufen, so würden höchstwahrscheinlich auch die genannten Unternehmen aufgewertet. Laut der Agentur werde dies vor allem dann der Fall sein, wenn es der russischen Wirtschaft weiterhin gelinge, sich dem niedrigen Ölpreis anzupassen.

Titelbild
Quelle: Haydn Blackey, Standard and Poor – not the most popular building in New York this weekend, Size changed to 1040x585px., CC BY-SA 2.0)[/su_spoiler]