Skolkowo: Unternehmen präsentiert Russlands ersten autonomen E-Bus

Innovationszentrum Skolkowo: Unternehmen präsentiert Russlands ersten autonomen E-Bus

Auf dem Areal von Skolkowo am Moskauer Stadtrand wurde Russlands erster autonomer Batteriebus getestet. Das Innovationszentrum Skolkowo wird von den russischen Medien häufig als Antwort auf das US-amerikanische Silicon Valley bezeichnet. Der Bus „Matrjoschka“ wurde laut Gazeta.ru für mehrere Tage getestet und vom 26. bis 28. Oktober auf der Innovationsmesse „Open Innovation“ in Moskau vorgestellt.

Der fahrerlose Batteriebus ist der erste seiner Art in Russland. Volgabus, einer der größten Bushersteller in Russland, präsentierte das Produkt bereits auf dem Internationalen Investitionsforum in Sotschi vom 29. September bis zum 2. Oktober. Nun wurde der fahrerlose Batteriebus erfolgreich in Skolkowo getestet. Die Produktion soll 2017 in der Fabrik von Volgabus in der Oblast Wladimir starten.

So sieht Russlands erster E-Bus aus

Ausstattung und Funktionen

Der Bus ist laut Gazeta.ru computergesteuert und mit einer lernfähigen Software ausgestattet. Sensoren und Bordkameras überwachen die Verkehrssituation in Echtzeit. Das Fahrzeug ist für acht Passagiere ausgelegt. Die Geschwindigkeit ist auf circa 30 Kilometer pro Stunde beschränkt. Bei einer vollen Batterieladung legt der Bus laut Hersteller eine Distanz von bis zu circa 128 Kilometern zurück.

Skolkowo eigne sich hervorragend als Testgelände, so Alexej Bakulin, Geschäftsführer der Bakulin Motors Group und Besitzer von Volgabus. Das Innovationszentrum sei noch nicht vollständig fertiggestellt und somit nicht öffentlich zugänglich.

Autonome Infrastruktur – Pilotprojekt in Skolkowo

Abgesehen von der Bakulin Motors Group sind auch weitere Organisationen in Russland am autonomen Fahren interessiert. Zum Beispiel kooperiert Volgabus mit KB Avrova, einer Vereinigung aus IT-Spezialisten und Ingenieuren in Skolkowo. Ziel ist es nicht nur, ein autonomes Fahrzeug zu entwickeln, sondern eine autonome Infrastruktur als Pilotprojekt auf dem Skolkowo-Gelände zu etablieren.

Albert Jefimow, Vorsitzender des Robotikzentrums in Skolkowo, unterstützt diese Idee: „Ich sehe eine wunderbare Synergie darin: Einerseits umfasst Skolkowo eine Fläche von 400 Hektar, auf denen es verboten ist, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu verwenden. Andererseits ist es das autonome Fahren, das den batteriebetriebenen Transport für den Kunden erst effizient macht.“ Das Projekt soll auch als Vorbild für andere Städte in Russland dienen.

[accordion open_icon=“chevron-up“ closed_icon=“chevron-down“] [/su_spoiler]Quelle: flickr.com, Skolkovo Foundation (CC BY-SA 2.0)[/su_spoiler]