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Die Schokoladenfabrik „Roter Oktober“ in Moskau

Im Jahr 1851 kam der Deutsche Theodor Ferdinand von Einem nach Moskau um eine Konditorei zu eröffnen in der Schokolade und Bonbons hergestellt werden sollten. 1857 kam sein neuer Geschäftspartner Julius Heuss dazu und  sie eröffneten gemeinsam eine Konditorei am Moskauer Theaterplatz. 10 Jahre später erfolgte die Eröffnung der Schokoladenfabrik am Sophienufer gegenüber dem Kreml, wo noch heute das berühmte rote Gebäude zu besichtigen ist, in dem die Fabrik untergebracht war. Julius Heuss übernahm später das Unternehmen und behielt den erfolgreichen Namen von Einem. 1867 errichtete Heuss außerdem eine der modernsten Süßwarenfabriken in Russland an der Südspitze der Jakimanka-Insel. 1907 verstarb Julius Heuss und 5 seiner Söhne übernahmen die Fabrik. Nach der Oktober-Revolution im Jahr 1918 wurde das Unternehmen verstaatlicht und umbenannt in  „Staatlichen Süßwarenfabrik Nr. 1, früher Einem“. 4 Jahre später bekam sie ihren heutigen Namen „Roter Oktober“. Die Produktionsanlagen der Schokoladenfabrik wurden im Jahr 2007 in den Norden der Stadt verlegt. Im alten Gebäude befinden sich nun unter anderem Clubs, Restaurants und Ateliers. Sowohl Künstler, Geschäftsleute als auch Feierfreudige zieht es in die Alte Schokoladenfabrik. „Roter Oktober“ hat heute eine Produktpalette von insgesamt über 500 verschiedenen Süßigkeiten.

Das Schokoladenmädchen Aljonka

Aljonka ist die bekannteste Schokoladensorte der Fabrik „Roter Oktober“. Das Mädchen, nach dem die Schokolade benannt ist und dessen Gesicht auf der Verpackung abgebildet ist, gab es wirklich. Sie war die Tochter eines Fabrik-Mitarbeiters, der sie im Alter von 8 Jahren dafür fotografierte. Ihr Gesicht auf der Abbildung mit den großen strahlenden blauen Augen, rosa Bäckchen und den Haaren unter einem Kopftuch, ähnelt etwas dem einer Puppe. Die Klassische Sorte der Aljonka ist Milchschokolade. Mittlerweile gibt es sie in vielen verschiedenen Varianten wie Haselnuss, Trauben-Nuss und Mandel.

 

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