Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Simon SchüttVon

Gazprom bleibt weitere fünf Jahre der Hauptsponsor des Bundesliga-Vereins

Der Gelsenkirchener Fußball-Verein FC Schalke 04 und der russische Gaskonzern Gasprom haben ihren Hautpsponsorenvertrag verlängert. Der bisherige Vertrag war bis 2017 datiert, nun gilt er bis zum 30. Juni 2022. Das gab der Bundesliga-Klub am 9. Mai auf seiner Website an

Die Entscheidung sei Ende April bei Gesprächen in St. Petersburg zwischen Clemens Tönnies, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des FC Schalke 04, Schalke-Marketingvorstand Alexander Jobst und Alexej Miller, dem Vorstandsvorsitzenden von Gazprom, getroffen worden.

Bereits seit 2007 ist Gazprom der Schalke-Sponsor. Das Gazprom-Logo ist seitdem auf den Trikots der Königsblauen zu sehen (siehe Titelbild).

Sponsoren-Vertrag bring finanzielle Sicherheit

„Ich freue mich außerordentlich über die Fortsetzung unserer Partnerschaft bis 2022. Wir pflegen seit Jahren eine enge Zusammenarbeit, die mit dem neuen Kontrakt nochmals ausgeweitet wird“, erklärte Clemens Tönnies.

Der Gazprom-Vertrag bringt den Schalkern insbesondere finanzielle Sicherheit, betonte Jobst: „Mit diesem langfristigen Vertrag trägt Gazprom enorm zur wirtschaftlichen Stabilität des FC Schalke 04 in unserer Vereinsstruktur bei.“ Die Planungssicherheit mit dem wichtigsten Schalke-Partner sei ein Meilenstein der wirtschaftlichen Entwicklung. Bis zu 150 Millionen Euro soll der Sponsoren-Vertrag umfassen. Der neue Vertrag wird ab 1. Juli 2017 in Kraft treten.

Im Interview mit Der Westen sagte Jobst:  „Es gibt einen Vertrag, der neben fixierten Beträgen zusätzlich auch erfolgsabhängige Prämien vorsieht.“

Das Verhältnis zwischen Gazprom und dem FC Schalke 04 sei neben der Wirtschaftlichkeit auch geprägt von großer beidseitiger Loyalität. Das heiße in der Konsequenz, dass sich das Unternehmen zu keiner Zeit in die Vereinspolitik eingemischt habe und ebenso zu schätzen wisse, welchen Stellenwert der FC Schalke 04 in der Bekanntheit für Gazprom in Europa habe, erläuterte Jobst weiter.

Gemeinsame China-Kooperation

Bemerkenswert ist auch, dass man in Zukunft gemeinsam nach China blickt: „Zukünftig erweitern wir unsere Partnerschaft, um auch im chinesischen Markt gemeinsame Projekte umzusetzen“, kündigte der Marketingvorstand an. Vom 2. bis 9. Juli werde die Mannschaft nach China reisen und dort zwei Freundschaftsspiele absolvieren. Gazprom verlagere ebenfalls Teile seines Kerngeschäftes dorthin und werde sich der Reise anschließen, um auch sein Vorhaben bekannter zu machen. Es sei vor allem eine Marketing-Reise.

Titelbild

Quelle:

Flickr-Nutzer Thomas Rodenbücher (CC BY 2.0)

Simon Schütt
Über den Autor

war von September 2015 bis September 2016 Chefredakteur bei Ostexperte.de.

Derzeit arbeitet er bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer. Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er Redakteur der Moskauer Deutschen Zeitung. Dort schrieb er vor allem für das Wirtschafts-, das Digital- und das Moskau-Ressort.

Der Berliner hat in Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert und dort bei der Österreich-Ausgabe des Werbe-, Marketing- und Medien-Fachmagazins Horizont gearbeitet.