Sberbank ersetzt 3.000 Mitarbeiter durch Roboter

2017 will Sberbank 3.000 Mitarbeiter durch Roboter ersetzen

Oft wird die Sberbank abwertend als „die russische Sparkasse“ bezeichnet. Dabei fällt das Kreditinstitut immer häufiger durch technische Innovationen auf. Nun kündigte der stellvertretende Vorsitzende Wadim Kulik auf dem Gaidar-Forum eine radikale Maßnahme an: Bis zu 3.000 Mitarbeiter sollen durch „Roboter-Rechtsanwälte“ ersetzt werden.

Noch in diesem Jahr will die Sberbank mit computergesteuerten „Roboter-Rechtsanwälten“ arbeiten. Dies erklärte Wadim Kulik am Donnerstag auf dem Gaidar-Forum 2017, das vom 12. bis 14. Januar in Moskau stattfindet. Die Systeme wurden Ende 2016 erfolgreich getestet und sind in der Lage, eigenständig Forderungen zu erstellen und an Schuldner zu übermitteln.

Computer verfassen Klagebegründungen

„Im vierten Quartal [2016 – Anm. d. Red.] haben wir einen Roboter eingeführt, der eigenständig Klagebegründungen erstellen kann. Das bedeutet, dass alle bisher von physischen Personen erstellte Klagebegründungen ab der ersten Jahreshälfte 2017 von Robotern erledigt werden. Also werden wir alleine in diesem Jahr bis zu 3.000 Mitarbeiter ersetzen“, erklärte Kulik.

Computerisierung von Arbeitsbereichen

Die Sberbank habe große Pläne, was den Einsatz von Robotern betrifft. „Wir werden solche Roboter für eine Vielzahl von Sektoren produzieren“, so Kulik. Die von Robotern ersetzten Mitarbeitern sollen nicht gefeuert, sondern für andere Arbeitsbereiche umgeschult werden. Jedoch sei eine „Entlassung denkbar, falls eine Umschulung scheitern sollte“.

Die Computerisierung von Arbeitsbereichen hält Kulik für problematisch: „Es ist ein großes Problem. Je erfolgreicher wir sind, und je intensiver wie unsere Roboterfamilien entwickeln, desto eher sind Fachgebiete bedroht. Dieses Problem muss gelöst werden.“