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Russland und Saudi-Arabien arbeiten an höheren Ölpreisen

Russland und Saudi-Arabien beschloßen, ihre Ölförderung auf dem Niveau von Januar einzufrieren – aber nur, wenn andere wichtige Förderer mitziehen. Schwierig dürfte es werden, den seit kurzem sanktionsfreien Iran und den Irak mit in den Tanker zu holen. 

Von Thomas Fasbender, DRWN.de

Die Einigung Russlands und Saudi-Arabiens am Dienstag (16.02.2016), ihre Ölförderung auf dem Niveau vom Januar 2016 einzufrieren, hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Die deutsche Tageszeitung Die Welt bezeichnete das Verhandlungsergebnis als „grandioses Scheitern“; Rainer Wiek vom Energieinformationsdienst (EID) wird dort mit den Worten zitiert: „Das war gar nichts.“

Auch die Märkte reagierten enttäuscht. In Erwartung einer Förderreduzierung war der Preis der Rohölsorte „Brent“ am Dienstag um sechs Prozent bis auf 35,55 US-Dollar je Fass gestiegen. Nach Bekanntgabe der Verhandlungsergebnisse fiel er auf rund 32 Dollar. Am Mittwoch kam es dann zu einem erneuten Anstieg auf 33,45 Dollar – um die Mittagszeit lag die Notierung knapp über 33 Dollar.

Erste Vereinbarung in Sachen Rohöl

Demgegenüber spiegelte die russische Reaktion weder Ungeduld noch Pessimismus. Vielleicht sind die Beobachter dort besser mit den Hintergründen vertraut. Da ist zum einen die Tatsache, dass am Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha erstmals überhaupt in der Geschichte der OPEC mit Russland eine Koordinierung der Öl-Fördermengen vereinbart wurde. Wann immer es in den vergangenen Jahrzehnten zu Preisstürzen beim Öl kam, hatte Russland – weltweit die Fördernation Nummer eins – jede Form der Kartellbildung strikt abgelehnt. Insofern ist der jetzt getroffene Beschluss zum Einfrieren der Fördermengen ein historischer Schritt…

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Der Artikel ist zuerst auf DRWN.de erschienen.

Titelbild

Quelle: Flickr-Nutzer Jon Olav Eikenes (CC BY 2.0)

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