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Ukraine fordert Sanktionen gegen russische Häfen

Der ukrainische Infrastrukturminister Wladimir Omeljan fordert westliche Sanktionen gegen russische Häfen am Schwarzen Meer. Dies erklärte der Politiker gegenüber dem TV-Sender 112. Derzeit verhandle die Regierung in Kiew mit seinen „europäischen und amerikanischen Partnern“ über neue Strafmaßnahmen gegen Russland.

Hintergrund der Forderung ist ein neuer Konflikt zwischen Russland und der Ukraine im Asowschen Meer. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte im Mai 2018 die umstrittene Brücke über die Straße von Kertsch eröffnet, die das russische Festland mit der Halbinsel Krim verbindet. Nach Angaben des ukrainischen Infrastrukturministeriums habe der russische Geheimdienst FSB seither über 90 Handelsschiffe aufgehalten, die ukrainische Häfen anliefen. Diese Blockade verursache große Schäden für die ukrainische Wirtschaft, so der Vorwurf. Russland habe einen großen Preis für die Krim-Brücke bezahlt, sagte Omeljan. Sechs russische Staatsbürger, die am Bau beteiligt waren, seien bereits mit westlichen Sanktionen bestraft worden. Im Zuge des Krim-Referendums 2014 verhängte die EU umfassende Sanktionen gegen russische Einzelpersonen und Organisationen, die zuletzt bis Juni 2019 verlängert worden sind. Im Jahr 2019 soll die Krim-Brücke auch für den Eisenbahnverkehr eröffnet werden.

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Quelle: Kremlin.ru, Construction of the Crimean bridge (2016-09-15) 02, Zuschnitt auf 1040×585, CC BY 4.0

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