Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Thorsten GutmannVon

In einem Jahr wurden 7.500 Tonnen sanktionierte Importwaren zerstört

Aus Informationen der russischen Lebensmittelaufsichtsbehörde geht hervor, dass Russland seit August 2015 etwa 7.500 Tonnen illegal eingeführter Lebensmittel vernichten ließ. Der Großteil (rund 97 Prozent) davon entfällt auf pflanzliche Produkte (ca. 7.282 Tonnen), der Rest auf Tierprodukte (ca. 228 Tonnen).

„Besonders ausgeklügelte Methoden zur Einfuhr von illegalen Lebensmitteln wurden in der Oblast Leningrad entdeckt, wo illegale Fleischwaren unter dem Deckmantel von Kaugummis, Säften, Chemiewaren oder anderen Produkten ins Land geschmuggelt werden sollten“, erklärt die Behörde den Berichten mehrerer russischer Medien zufolge.

Als sanktionierte Importwaren gelten zahlreiche Lebensmittel aus den USA, der Europäischen Union, Norwegen, Australien und Kanada. Seit letztem Jahr finden sich auch Albanien, Lichtenstein, Montenegro, Ukraine und Island auf der Liste. Am 29. Juli 2015 unterschieb Präsident Wladimir Putin einen Erlass zur Vernichtung von Lebensmitteln, die unter das russische Import-Embargo fallen. Die Vernichtung der sanktionierten Lebensmittel wird seit dem 6. August 2016 umgesetzt.

Die meisten Fleischwaren wurden laut Lebensmittelaufsichtsbehörde in den Gebieten Leningrad, Belgorod und Kaliningrad vernichtet. Pflanzliche Produkte wie Gemüse und Früchte wurden größtenteils in den Gebieten Brjansk, Smolensk und Twer zerstört.

Thorsten Gutmann
Über den Autor

Thorsten Gutmann war von September 2016 bis Dezember 2018 Chefredakteur der unabhängigen Nachrichtenseite Ostexperte.de in Moskau. Derzeit arbeitet er als Nachrichtenchef bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK). Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er u. a. für die Moskauer Deutsche Zeitung und die Berliner Zeitung tätig. Im Jahr 2017 gründete er die RUSummit – Fachkonferenz zur Digitalwirtschaft in Russland mit dem Ziel, den deutsch-russischen Wirtschaftsdialog zu fördern.