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Russland verbietet ab 2017 die Produktion und den Verkauf von Bier in großen Plastikflaschen

In Russland darf ab dem 1. Juli 2017 Bier nicht mehr in Plastikflaschen, die ein größeres Fassungsvermögen als 1,5 Liter haben, verkauft werden. Schon ab dem 1. Januar 2017 ist die Produktion verboten. Ein entsprechendes Gesetz unterzeichnete kürzlich der russische Präsident Wladimir Putin. Das Gesetz war Anfang Juni von der Staatsduma beschlossen worden. Es gilt auch für andere alkoholische Getränke. 

Ursprünglich hatte der Gesetzentwurf ein Verbot von Flaschen über 0,5 Liter vorgesehen. Nachdem sich dagegen unter anderem die Bierproduzenten Carlsberg und Heineken zur Wehr gesetzt hatten, wurde es jedoch geändert.

Mehr als die Hälfte des Biers in Russland wird in Plastikflaschen verkauft, weil es billiger als Glas ist. Flaschen größer als 1,5 Liter machen mehr als 20 Prozent des in Russland verkauften Bieres aus,  schätzt die Vereinigung russischer Brauereien.

Die Maßnahme ist ein weiterer Schritt auf dem Weg der Regierung, übermäßigen Alkoholkonsum im Land zu beschränken. Beispielsweise darf in Geschäften nach 23 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden. Zudem gibt es einen Mindestpreis für Wodka (der kürzlich minimal erhöht wurde).

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Quelle: Pixabay.com

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