Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Rufil Russia Consulting

Simon SchüttVon

Russland und Saudi-Arabien unterzeichnen Abkommen am Rande des G20-Gipfels

Russland und Saudi-Arabien haben am 5. September 2016 ein gemeinsames Statement unterzeichnet, das darauf abzielt, den Erdölmarkt zu stabilisieren. Der russische Energieminister Alexander Nowak und der saudische Minister für Energie-, Industrie und minerale Ressourcen, Khalid Al-Falih, hätten das Dokument am Rande des G20-Gipfels in Hangzhou, China unterzeichnet, berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

Man wolle die Kooperation im Öl- und Gassektor entwickeln, um neue Technologien zu implementieren und könne eine gemeinsame Datenbank mit Energietechnologien anlegen.

Weiter wollen beide Länder eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die den Ölmarkt beobachtet und Empfehlungen zu dessen Stabilisierung erarbeitet. Das erste Treffen der Gruppe soll im Oktober stattfinden. Die Energieminister vereinbarten Treffen in Algerien im Oktober und in Wien im November.

Der Ölpreis wuchs daraufhin an der Londoner ICE deutlich um fast 5 Prozent.

Kompromisse für Iran – lässt sich Saudi-Arabien darauf ein?

In einem Interview mit Bloomberg beim Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok hatte sich Russlands Präsident Putin für eine Wiederaufnahme der Gespräche über eine Stabilisierung der Ölproduktion ausgesprochen. Dabei stellte er auch Kompromisse für den Iran in Aussicht, der sich bislang gegen ein Einfrieren der Ölproduktion weigert. Im April waren deswegen entsprechende Gespräche gescheitert, weil Saudi-Arabien darauf bestand, dass auch der Iran bei der Reduktion der Produktion mitziehen müsse.

Wie sich die Interessen Saudi-Arabiens und Irans nun vereinbaren lassen sollen, wenn Russlands Minister Nowak weiterhin davon spricht, dass Iran das Recht zugestanden werden soll, das Vor-Sanktions-Level zu erreichen, bleibt aber offen.

Simon Schütt
Über den Autor

war von September 2015 bis September 2016 Chefredakteur bei Ostexperte.de.

Derzeit arbeitet er bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer. Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er Redakteur der Moskauer Deutschen Zeitung. Dort schrieb er vor allem für das Wirtschafts-, das Digital- und das Moskau-Ressort.

Der Berliner hat in Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert und dort bei der Österreich-Ausgabe des Werbe-, Marketing- und Medien-Fachmagazins Horizont gearbeitet.