Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

Anzeige
Rufil Russia Consulting

Johanna JaschikVon

Wladimir Putin bei Hassan Rohani im Iran

Der russische Staatschef Wladimir Putin und der iranische Präsident Hassan Rohani haben sich am gestrigen Mittwoch in Teheran getroffen. Beide lobten sich gegenseitig für ihre Bemühungen im Syrien-Konflikt und im internationalen Atomabkommen.

Der russische Präsident Wladimir Putin nahm gestern an einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani in Teheran teil. Rohani lobte Russlands Rolle im Syrien-Konflikt. Hierbei sei durch die Kooperation beider Staaten ein wesentlicher Beitrag für Rückschläge der Terrormiliz „Islamischer Staat” (IS) geleistet worden, berichtet die Deutsche Welle.

Vor allem die Verhandlungen in der kasachischen Haupstadt Astana in den vergangenen Monaten hätten diplomatische Lösungen im Syrien-Konflikt ermöglicht, so Putin. Gleichzeitig betonte der iranische Präsident, dass „die Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS“ auch in der Endphase genauso konsequent weitergeführt werden müsse.

Putin würdigt Rolle der Türkei

Auch Präsident Putin bestätigte die erfolgreiche Kooperation im Kampf gegen die Terrormiliz. Hierbei würdigte er ebenfalls die Einsatzbereitschaft der Türkei und sprach von einer konstruktiven Zusammenarbeit. „Dank unserer gemeinsamer Bemühungen sowie des Engagements der Türkei entwickelt sich die Lage im Kampf gegen den Terrorismus in Syrien sowie der Verhandlungsprozess in Astana gut”, sagte der russische Staatschef.

Atomabkommen als Friedenssicherung

Ein weiteres Thema bei dem Treffen war das Wiener Atomabkommen von 2015. Sowohl Russland als auch der Iran bezeichneten das Abkommen als positiven Beitrag zur internationalen Friedenssicherung. Daher sei ein Bruch des international anerkannten Vertrages von Seiten der USA nicht zu dulden. Zuvor geforderte Änderungen an dem Vertrag durch den US-Präsidenten Donald Trump hatte Russland als unrealistisch und unmöglich bezeichnet.

Wirtschaftstreffen zwischen Russland, dem Iran und Aserbaidschan

Der ursprüngliche Anlass der Zusammenkunft der Staatsoberhäupter war ein trilaterales Wirtschaftstreffen mit Russland, dem Iran und Aserbaidschan. Daher war auch Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev anwesend. Schwerpunkte des Treffens waren der Energiesektor, der Ausbau der Bankbeziehungen und der Tourismus.

Alle drei Länder seien große Energieproduzenten. „Das heißt nicht, dass wir konkurrieren. Das heißt, dass wir unsere Kräfte koordinieren”, erklärte Putin. Demnach wolle man unter anderem versuchen, „neue Handelskorridore” zu schaffen. Russland sei zum Beispiel bereit, Gas über Aserbaidschan in den Nordiran zu liefern.

Titelbild

Johanna Jaschik
Über den Autor

ist Autorin bei Ostexperte.de.

Seit September 2017 absolviert sie ein Praktikum bei der deutsch-russischen Unternehmensberatung Artax Rufil Consulting in Moskau.