Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Rufil Russia Consulting

Levin FilzenVon

Letzte Zahlung geht nach Bosnien-Herzegowina

Der russische stellvertretende Finanzminister Sergej Stortschak gab vor Journalisten bekannt, dass das Land in den folgenden 45 Tagen seine Altschulden aus Sowjetzeiten zurückzahlen werde.

Die letzte Rate mit einem Volumen von 125,2 Mio. US-Dollar geht an Bosnien-Herzegowina. Die beiden Staaten haben sich am gestrigen Dienstag auf Frist und Summe geeinigt. Nach erfolgter Zahlung wird Russland alle einstigen Verbindlichkeiten aus Sowjetzeiten getilgt haben.

Pariser Club forderte Sowjetschulden

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion erbte die kurz darauf gegründete Russische Föderation eine Auslandsverschuldung von über 66 Milliarden US-Dollar. In den 1990er-Jahren war Russland kaum in der Lage, eine Summe in dieser Höhe zu begleichen. Es waren nur wenige Auslands- und Goldreserven vorhanden.

Insgesamt 19 westliche Gläubiger versammelten sich in einem informellen Gremium, dem „Pariser Club“. Dies ist eine Organisation, in dem staatliche Gläubiger mit einem in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Schuldnerland zwecks Umschuldungsverhandlungen oder Schuldenerlass zusammentreffen.

Gute Ölgeschäfte brachten Geld in die Kasse

Erst im Juli und August 2005 hat Russland angefangen, aufgrund guter Ölgeschäfte seine Schulden in Raten zurückzuzahlen. Am 21. August 2006 hatte Russland alle Geberländer im „Pariser Club“ vorzeitig zufriedengestellt. Jedoch hatte Russland noch Schulden bei Bosnien-Herzegowina, das aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorging. Auch diese Restlast wird nun getilgt.

 

 

Levin Filzen
Über den Autor

ist freier Autor bei Ostexperte.de.

Derzeit studiert er Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Hannover. Im Rahmen eines Programmes des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) absolviert er ein halbjähriges Praktikum im Marketing & Sales bei RUFIL CONSULTING in Moskau, um Erfahrungen in der russischen Geschäftswelt zu sammeln.