Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Rufil Russia Consulting

Johanna JaschikVon

Russland will Fleisch-Import aus Brasilien begrenzen

Russland hat angekündigt, den Import von Fleisch aus Brasilien ab dem 1. Dezember einzuschränken. Grund dafür sei der Fund des Wachstumshormons Ractopamin. Dies berichtet die Moscow Times.

Nach Untersuchungen einer Fleischlieferung aus Brasilien durch die russische Gesundheitsbehörde konnte Ractopamin in Rind-, Geflügel- und Schweinefleisch festgestellt werden. Es ist ein wachstumsförderndes Hormon, das in Futtermitteln verwendet wird. Bei der Verwendung soll die Gewichtszunahme der Tiere beschleunigt und die Futtermitteleffizienz gesteigert werden.

In den meisten Staaten ist die Verwendung von Ractopamin an zur Lebensmittelerzeugung dienenden Tieren verboten. Dazu gehören unter anderem Russland und Länder der EU. Dennoch gibt es Staaten, die das Wachstumshormon nicht als schädlich für den menschlichen Konsum betrachten. Hierzu gehören unter anderem Brasilien, die USA, Kanada und Südkorea.

Russland ist auf den Import aus Brasilien angewiesen

Seit Einführung des Lebensmittel-Embargos im Jahr 2014 importiert Russland kein Fleisch mehr aus der EU. Daher ist es auf den Import aus anderen Ländern angewiesen. Der Großteil des Fleischimports hat sich auf Brasilien verlagert. Hierbei umfasst der Anteil des Gesamtimports an Fleisch 90% Schweinefleisch und 40% Rindfleisch.

Durch Beschränkungen, die ab dem 1. Dezember 2017 gültig werden, soll der Import stärker kontrolliert werden. Diese könnten zudem zu einem Anstieg des Fleischpreises von 5 bis 20% führen, berichtet das Nachrichtenportal The Bell.

Titelbild

Quelle: Wilson Hui, 20170402_142444, Size changed to 1040×585 px., CC BY 2.0

Johanna Jaschik
Über den Autor

ist Autorin bei Ostexperte.de.

Seit September 2017 absolviert sie ein Praktikum bei der deutsch-russischen Unternehmensberatung Artax Rufil Consulting in Moskau.