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Neuer Höchststand an Corona-Infektionen verzeichnet

Obwohl man gehofft hatte, dass sich die Lage zum Ende des Jahres etwas beruhigt, nimmt das Coronavirus nun in Russland wieder ordentlich Fahrt auf. Innerhalb von nur 24 Stunden haben die Gesundheitsbehörden Ende November besorgniserregende Zahlen verzeichnet: 25.173 Neuinfektionen und 476 Todesfälle. Damit überschreiten die Zahlen in ganz Russland nun die Marke von 2 Millionen neuer Corona-Fälle. Allein in Moskau waren es mehr als 7.000 Ansteckungen, in St. Petersburg fast 2.500 binnen 24 Stunden. Gestorben sind nun bereits 36.540 Menschen an den Folgen der Viruserkrankung.

Zwar wurden bereits bis Januar verschärfte Maßnahmen angeordnet, jedoch werden trotz dieser Zahlen noch striktere Anordnungen seitens der russischen Regierung bisher ausgeschlossen. Grund dafür sei die Wirtschaft, denn genau diese wurde bereits seit Ausbreitung des Virus enorm geschwächt. Noch stärkere Einbußen könne sich Russland nicht erlauben. Dennoch wurde auch betont, dass die Lage durchaus sehr besorgniserregend sei, die Regierung die Situation aber unter Kontrolle habe.

Putin zeigte sich bereits in der vergangenen Woche sehr besorgt um die hohen Infektionszahlen, denn auch die Todeszahlen steigen immer weiter an und befinden sich ebenfalls auf einem neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie. Ein Jahr ist es nun her, dass das Coronavirus begonnen hat die Welt zu regieren und dennoch kann die Lage nicht in den Griff bekommen werden. Sollten als möglicherweise doch schärfere Maßnahmen angeordnet werden, um den Schaden langfristig gering zu halten?

Putin besorgt über Zahl der Todesfälle

Noch im Frühjahr konnte Russland mit einer sehr niedrigen Sterblichkeitsrate aufgrund des Virus auf sich aufmerksam machen. Putin feierte das schließlich als Erfolg seiner Politik. Jetzt aber sieht das schon etwas anders aus, denn der Präsident zeigt sich nicht nur besorgt um die vielen Todesfälle, sondern auch um die Krankenhäuser, deren Betten bereits jetzt voll ausgelastet sind. In vielen gebieten Russlands ist das Gesundheitssystem überlastet, besonders außerhalb von Moskau ist dieses noch nicht optimal entwickelt, um die aktuelle Situation zu stemmen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist Russland auf Platz 5 der am stärksten betroffenen Länder während der Pandemie. Auf Platz 1 liegen die USA, schließlich folgen Indien, Brasilien, Frankreich und Russland.

Rettung könnte jetzt der Corona-Impfstoff Sputnik V bieten, der bereits seit August zugelassen ist. Die Regierung setzt große Hoffnungen in die Wirkung des Stoffes gegen eine weitere Ausbreitung des Virus, sodass sich die Lage im neuen Jahr beruhigt und man sich wieder um den Aufbau der Wirtschaft kümmern kann. Zusätzlich sind jedoch alle Einwohner Russlands vor dem Hintergrund der hohen Infektions- und Todeszahlen angehalten, auf ihre eigene Gesundheit zu achten und sich strikt an die Anordnungen zu halten.

Gerade jetzt in den kalten Wintermonaten, die besonders in Gebieten außerhalb von Russland häufig das Immunsystem schwächen, sollte man sich vor Erkältungen schützen, welche den Körper ebenfalls angreifbarer für das Virus machen. Für die Abwehr von Erkältungen hilft die Einnahme von Zink besonders gut, aber auch Vitamin D ist essenziell für das Stärken der Abwehrkräfte. Das gepaart mit ausreichend Bewegung, wenig Stress und einer gesunden Ernährung können bereits ausreichen, um die eigene Gesundheit zu erhalten. Bislang hat schließlich nicht jeder Zugang zu dem neuen Impfstoff.

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