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Patrick VolknantVon

Moskau stellt sich hinter Kuba

Die russische Regierung solidarisiert sich mit Kuba, nachdem US-Präsident Trump einen neuen Kurs in der amerikanischen Politik eingeschlagen hat. Dies berichtet Die Zeit.

Am vergangenen Freitag hat das US-amerikanische Staatsoberhaupt Donald Trump ein Dekret unterzeichnet, das einen bedeutenden Richtungswechsel in der amerikanischen Kuba-Politik markiert. Das Dokument erschwert unter anderem Einzelreisen der US-Bevölkerung auf die Insel und verbietet Zahlungen amerikanischer Unternehmen an das kubanische Militär. Dies könnte vor allem Folgen für die Tourismus-Branche der Insel haben. Die Streitkräfte besitzen verschiedene Unternehmen im Land sowie Hotelgebäude.

Ein Dekret gegen Obamas Politik

Mit dem Dekret hat Trump die unter Ex-Präsident Obama vollzogenen Annäherungen an Kuba zum Teil rückgängig gemacht. Laut eigenen Aussagen wolle er „einen besseren Deal für das kubanische Volk“ aushandeln. Von den unter Obama getroffenen Vereinbarungen profitierten allein die kubanische Regierung und nicht das Volk selbst.

Kuba reagierte mit Kritik auf die von Trump verhängten Maßnahmen. Auch wenn man weiter den respektvollen Dialog suchen wolle, seien die Beschlüsse „zum Scheitern verurteilt“. Trotz des Dekrets bleiben viele der amerikanisch-kubanischen Abmachungen bestehen. Sowohl das im Juli 2015 wiederaufgenommene diplomatische Verhältnis, als auch die Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern werden aufrechterhalten.

Russland attestiert Kuba-Feindlichkeit

Nach der Erklärung Kubas hat sich nun Russland hinter den Inselstaat gestellt. Die amerikanische Regierung lege eine Haltung an den Tag, die an den Kalten Krieg erinnere, mahnte das Außenministerium in Moskau. Wie Trumps Dekret zeige, stehe eine Kuba-feindliche Rhetorik noch immer an der Tagesordnung. Russland bedauere dies und versichere seine „unerschütterliche Solidarität“ mit Kuba.

Bildquelle

 Quelle: Stefan Vetter, Street Szene, Size changed to 1040x585px., CC BY 2.0)

Patrick Volknant
Über den Autor

ist Autor bei Ostexperte.de.

Der freie Journalist studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Leipzig.