Russland und Katar planen Projekte über 12 Mrd. US-Dollar

Russland und Katar erwägen gemeinsame Projekte in Milliardenhöhe

Rund 12 Milliarden US-Dollar soll der Wert in Aussicht stehender Joint-Ventures zwischen Russland und Katar betragen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS

„Die Kooperation zwischen dem russischen Direktfonds und der Investitionsbehörde Katars wächst. Schon 1,2 Milliarden Dollar wurden in spezifische Projekte gesteckt“, teilte der russische Energieminister Alexander Nowak am vergangenen Dienstag den anwesenden Reportern mit. Überdies seien weitere Projekte im Gespräch, welche die Gesamtsumme auf 12 Milliarden Dollar weiter anheben könnten.

Schon im Verlauf der nächsten drei Jahre will man einen Handelsumsatz von 500 Millionen Dollar zwischen Russland und Katar erzielen. „Wir hatten im vergangenen Jahr eine doppelte Zunahme. Wenn wir diese Geschwindigkeit beibehalten, werden wir in etwa drei Jahren 500 Millionen Dollar erreichen“, so Nowak.

Zusammenarbeit auf den Ölfeldern

Zu den geplanten Kooperationen gehört unter anderem die gemeinsame Produktion von Service-Ausrüstung für die Arbeit auf Ölfeldern. Laut des Energieministers wurden hierfür einige vielversprechende Vorschläge gemacht. Nailja Tschernikowa, stellvertretende Abteilungsleiterin beim Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, erklärte ebenfalls am Dienstag, dass bereits vier russische Ölfelddienstleistungsunternehmen Interesse an Zusammenarbeit mit Katar gezeigt hätten.

Zu diesen zählten Stroineftegaz, die Erial-Gruppe, Rosgeo und Rosgeoservice, welche sowohl an Service-Verträgen als auch an gemeinsamen Bohrungsprojekten teilnehmen wollten. Von Seiten Katars sei hingegen der Wunsch nach Bezug von verflüssigtem Erdgas geäußert worden.

Pläne für gemeinsame Arbeitsgruppe

Abseits des Energiesektors zieht man in Erwägung, ein Programm zur Ausbildung von Luftfahrt-Spezialisten zu starten: „Wir haben unseren Kollegen in Katar eine Liste unserer höheren Ausbildungsstätten überreicht“, ließ Nowak verlauten. Als einen bedeutenden Bestandteil der gemeinsamen Gespräche hob er eine mögliche Zollvereinbarung hervor.

Diese soll in der nächsten Kommissionssitzung erarbeitet werden. Die beiden Länder wollen außerdem eine Arbeitsgruppe einrichten, welche die Umsetzung und Kontrolle getroffener Vereinbarungen zum Gegenstand habe.

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[toggle title=“Titelbid“ open=“yes“] Quelle: Kremlin.ru