Russland verbietet Import von EU-Geflügelwaren

Russland stoppt Import von Geflügelwaren aus der EU

Die Russische Föderation ordnet ein Einfuhrverbot von Geflügelwaren aus der EU an. Grund hierfür sei der erneute Ausbruch der Vogelgrippe in Europa, berichtet die russische Landwirtschaftsaufsicht Rosselchosnadsor

Wissenschaftler haben 2017 in Schleswig-Holstein einen neuen Geflügpestvirustyp (H5N5) entdeckt. Er sei dem bisher grassierenden Virus H5N8 ähnlich, erklärte eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI): „Beides sind hochpathogene Viren.“ Auch in anderen Ländern wie Italien oder Kroatien wurde H5N5 bei Wildvögeln festgestellt.

Bruteier und Lebendgeflügel

Als Reaktion verbietet Russland nun den Import von EU-Geflügelwaren. Zwar dürfen „Fleisch und genießbare Schlachterzeugnisse von Hausgeflügel“ aufgrund der russischen Gegensanktionen sowieso nicht eingeführt werden. Das Produkt-Embargo gilt allerdings nicht für Bruteier und Lebendgeflügel. Auch Geflügelwaren zur Herstellung von Kindernahrung sind von den Sanktionen ausgenommen.

Beschränkt wird nicht nur die Einfuhr von Geflügel, Eiern und Fertigfleischerzeugnissen. Auch Ausrüstung zur Aufbewahrung, Schlachtung und Zerlegung von Vögeln darf nicht mehr aus den betroffenen Gebieten importiert werden. Das Einfuhrverbot soll voraussichtlich in zwei Wochen in Kraft treten.

13 EU-Länder betroffen

Alleine in Deutschland sei die Vogelseuche in 15 von 16 Bundesländern festgestellt worden, schreibt Rosselchosnadsor. 13 EU-Länder sind vom Verbot betroffen: Deutschland, Österreich, Großbritannien, Ungarn, Bulgarien, Griechenland, Italien, Niederlande, Polen, Rumänien, Slowakei, Frankreich, Kroatien, Tschechische Republik und Schweden.

 

Titelbild
Quelle: Thegreenj, Hen chicken, Size changed to 1040x585px., CC BY-SA 3.0 [/su_spoiler]