Russland erhöht Kraftstoff-Steuern für Straßenbau

Benzinpreise in Russland könnten um 1,5% steigen

Die russische Regierung will durch eine Kraftstoff-Steuererhöhung zusätzlich 40 Milliarden Rubel (ca. 0,57 Mio. Euro) generieren. Durch die außerplanmäßige Maßnahme soll der Straßenbau auf der Krim, in Kaliningrad sowie im Fernen Osten finanziert werden. Dies berichtet die russische Wirtschaftszeitung Wedomosti.

Nach Angaben des russischen Finanzministers Anton Siluanow soll die Kraftstoff-Steuer in zwei Phasen um 50 Kopeken pro Liter erhöht werden. Die Stichtage für die Steuererhöhung sind am 1. Januar bzw. 1. Juli 2018. Ursprünglich war lediglich eine Steuererhöhung um 30 Kopeken pro Liter für Motorenbenzin bzw. 23 Kopeken pro Liter für Diesel geplant.

„Dieses Geld fließt in die Verbesserung der Transport-Infrastruktur für unsere Autofahrer“, erklärte der Finanzminister gegenüber der Nachrichtenagentur RNS. Gemeint sind vor allem das Straßennetz auf der Halbinsel Krim, in der russischen Exklave Kaliningrad sowie im fernöstlichen Föderationskreis.

Benzinsteuer soll Russlands Budget erhöhen

Laut des stellvertretenden Finanzministers Ilja Trunin sollen 2018 insgesamt 60 Milliarden Rubel (ca. 86 Mio. Euro) durch die Kraftstoff-Steuer eingenommen werden. Bis 2020 könnten die Einnahmen auf 80 Milliarden Rubel (ca. 1,15 Mrd. Euro) ansteigen, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.

Wie Mitarbeiter des russischen Energieministerium gegenüber Wedomosti berichten, soll 1 Liter Kraftstoff um bis zu 1,5 Prozent teurer werden. Aufgrund der Marktsituation sei zudem ein weiterer Preisanstieg zu erwarten.

Die Vorsitzende des Föderationsrats, Walentina Matwijenko, erwog im Gegenzug die Abschaffung der Transportsteuer. Dazu gebe es jedoch keine Pläne, erklärte Trunin.

Titelbild
[toggle title=”Fotoquelle” open=”yes”]tiger rus, Заправка Лукойл. Недалеко от города Битола. Македония. – panoramio, Size changed to 1040×585 px., CC BY 3.0