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Das “Bald-Hairy“-Phänomen in Russland

Russland rangiert auf Platz 11 der kahlköpfigsten Länder weltweit. Dabei ist auch bei den russischen Staatsoberhäuptern ein spannendes Phänomen zu beobachten, dem in Russland sogar eigens ein Wikipedia-Artikel gewidmet wurde.

Das in Russland viele Menschen kahlköpfig sind, ist nicht verwunderlich, denn weltweit leiden unzählige Männer unter erblich bedingtem Haarausfall. In Deutschland ist jeder zweite Mann ab 50 Jahren von Haarausfall und in Russland beträgt die Glatzenrate immerhin 32,39 Prozent.

Der bekannteste kahlköpfige Russe

Vladimir Putin ist wohl mit Abstand der bekannteste kahlköpfige Russe der Welt. Wie viele seiner Landsmänner leidet auch Putin unter erblich bedingtem Haarausfall (androgenetischer Alopezie). Diese setzt bei Männern häufig schon in den 20ern ein und macht sich zunächst durch Geheimratsecken und lichter werdendes Haar am Oberkopf bemerkbar.

Bei Putin hat die androgenetische Alopezie einen typischen Verlauf genommen, die Haare sind am Oberkopf ausgefallen, während ein Haarkranz stehen geblieben ist. Verursacht wird der erblich bedingte Haarausfall durch eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel auf Testosteron. Diese Tatsache ist die Wurzel des Gerüchts, dass Männer mit Glatzen männlicher sind. Zwar ist Männlichkeit definitiv ein Attribut, das auf das aktuelle russische Staatsoberhaupt zutrifft, doch mit seiner Alopezie hat das nichts zu tun.

Die Sensibilität gegenüber dem männlichen Sexualhormon Testosteron beschränkt sich auf die Haarfollikel in der Kopfhaut und Forscher vermuten, dass dort wiederum bei androgenetischer Alopezie bestimmte Regionen besonders betroffen sind. So entstehen die geläufigen Merkmale, wie Geheimratsecken und zurückweichende Stirnlinie.

Ursache der androgenetischen Alopezie

Der erblich bedingte Haarausfall ist genetisch veranlagt und wurde demnach auch Putin durch seine Mutter oder seinen Vater vererbt. Der Körper wandelt Testosteron in das Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT) um, welches bei androgenetischer Alopezie Prozesse in den Haarfollikeln in Gang setzt, die dafür sorgen, dass die Haarwachstumsphase verkürzt wird und die Haare früher ausfallen. Außerdem wirkt DHT sich negativ auf die Haarwurzeln aus, die nach und nach verkümmern und absterben. Ist die Haarwurzel einmal abgestorben, kann sie kein weiteres Haar mehr produzieren und die Stelle am Kopf bleibt kahl.

Das “Bald-Hairy” Phänomen

In Russland sind vergleichsweise viele Männer von erblich bedingtem Haarausfall betroffen und das, so beobachten Russen seit zwei Jahrhunderten, scheint sich auch bei den Staatsoberhäuptern bemerkbar zu machen. Seit 1825 wechseln sich die russischen Regierenden mit ihren Frisuren ab, auf ein kahlköpfiges Staatsoberhaupt folgt eines mit fülligem Haupthaar.

Als “Bald-Hairy” bezeichnen die Russen dieses Phänomen, welchem sogar ein Wikipedia-Artikel gewidmet wurde. Begonnen hat dieses sich fortsetzende Muster als Alexander II 1855 seinen Vater Nicholas I ablöste. Für die Russen ist der Wechsel von kahl zu füllig bereits so normal, dass unklar ist, ob die Wahlen nicht unter Umständen sogar von dem “Bald-Hairy”-Phänomen beeinflusst werden und auch Künstler haben sich von der kuriosen Gesetzmäßigkeit inspirieren lassen.

Josef Stalin, der während der Sowjetzeit regierte, war übrigens nicht von erblich bedingtem Haarausfall betroffen und trug stattdessen volles Haupthaar.

Erblich bedingten Haarausfall behandeln

Natürlich sind nicht nur russische Staatsoberhäupter betroffen, sondern auch normale Bürger und das nicht nur in Russland, sondern auch in Deutschland. Hier liegt die Glatzenrate bei sagenhaften 41,24 % und damit belegt Deutschland den 3. Platz der kahlköpfigsten Länder weltweit. In Sachen Glatze wird Deutschland nur noch von Spanien und der Tschechien Republik übertroffen.

Doch die androgenetische Alopezie muss das Schicksal der persönlichen Haarpracht nicht bestimmen, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Mit einem geeigneten Coffein-Shampoo gegen Alopezie kann der erblich bedingte Haarausfall beim Mann wirksam behandelt und eingedämmt werden. Wichtig ist, dass die Anwendung dauerhaft stattfindet, denn der Haarausfall setzt wieder ein, sobald das Produkt abgesetzt wird.

Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass Coffein als natürlicher Wirkstoff genau dort ansetzt, wo DHT den Schaden anrichtet. Coffein schützt nicht nur die Haarwurzeln, sondern verlängert auch die Haarwachstumsphase, sodass die Haare länger in der Kopfhaut verbleiben, steigert das Haarwachstum im Allgemeinen und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Blut versorgt die Haarwurzeln mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen, die für ein gesundes Haarwachstum essenziell sind. Erblich bedingter Haarausfall muss also nicht zwangsläufig zur Glatzenbildung führen. Bisher gibt es allerdings noch keine Mittel, die die DNA Struktur so verändern können, dass die Alopezie vollends gestoppt werden kann.

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Titelbild: Дмитрий Осипенко from Pixabay

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