Russisch-Weißrussischer Fonds investiert 22 Mio. Euro

Russisch-Weißrussischer Fonds investiert 22,2 Mio. Euro in Wirtschaftsentwicklung

Mit einer anfänglichen Investition von rund 1,4 Milliarden Rubel (umgerechnet ca. 22,2 Millionen Euro) haben Russland und Weißrussland einen gemeinsamen Fonds zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung eingerichtet. Eine Beteiligung weiterer Staaten der Eurasischen Wirtschaftsunion wird nicht ausgeschlossen. Dies berichtet der russische Staatsfonds RVC, der an der Investition beteiligt ist.

Der „Russian-Belarusian Venture Investment Fund“ setzt sich zusammen aus der „Belarusian Innovative Foundation“ (Belinfund) und der „Russian Venture Company“ (RVC). Der weißrussische Staatsfond Belinfund investiert 50 Prozent, der russsische Staatsfond RVC beteiligt sich mit 49 Prozent. Die Tochterorganisation RVC Infrafund investiert den verbliebenen Prozentpunkt und übernimmt die Verwaltung in den ersten drei Jahren.

Technologien in der Eurasischen Wirtschaftsunion

Mit der Einrichtung des Fonds wird das Programm zur Entwicklung eines gemeinsamen Raumes für Technologie in der Eurasischen Wirtschaftsunion weiter ausgebaut. Technologien aus weißrussischer Entwicklung sollen im eurasischen Raum verbreitet werden. Im Gegenzug soll die weißrussische Wirtschaft von Technologien aus dem gemeinsamen Wirtschaftsraum profitieren. Der Ausbau Weißrusslands hin zu einer innovativen Wirtschaft wird vorangebracht, erklärte Infrafund-Generaldirektor Alexander Lotkej.

Laut Lotkej wird der Fonds noch in diesem Jahr etwa 175 Millionen Rubel (umgerechnet ca. 3 Millionen Euro) in den Kauf von Anteilen innovativer und wachsender Unternehmen investieren.

Ausbau des Fonds möglich

„Weißrussland arbeitet aktiv an dem Aufbau eines ausgeprägten Kapitalverkehrs. In diesem Rahmen sind die über die letzten Jahre gesammelten Erfahrungen von RVC sehr interessant für uns. Unsere Zusammenarbeit trägt dazu bei, einen russisch-weißrussischen Kapitalverkehr zu integrieren. Ich schließe dabei nicht aus, dass auch andere Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion in Zukunft dem Fonds beitreten werden“, erklärte Belinfund-Direktor Dimitrij Kalinin.

Die EAWU, deren Gründung am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, hat die wirtschaftliche Integration seiner Mitglieder zum Ziel. Ihr Zweck ist die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie des Kapital- und Personenverkehrs nach dem Vorbild der Europäischen Union zwischen Russland, Weißrussland, Armenien, Kasachstan und Kirgistan.

Titelbild
Quelle: Roman Poulvas, Flag of Russian language, Size changed to 1040x585px., CC BY-SA 3.0 [/su_spoiler]