Thorsten GutmannVon

Russischer Automobilmarkt auch im Juni 2016 auf Talfahrt

Das Auto-Komitee der Association of European Businesses (AEB) gab am 8. Juli bekannt, dass der Verkauf von neuen PKWs und Kleintransportern in Russland im Monat Juni 2016 um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abgenommen hat. In Zahlen ausgedrückt beträgt der Rückgang 17.562 Einheiten. Insgesamt wurden im Juni 122.633 Neuwagen verkauft.

Jedoch fallen die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vormonat Mai (107.665 Einheiten) höher aus.

Erstes Halbjahr 2016: -14,1 Prozent

Im Zeitraum Januar bis Juni 2016, also dem ersten Halbjahr, beträgt die Anzahl der Neukäufe 672.140 Neuwagen – ein Rückgang um 14,1 Prozent (110.291 Autos) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015.

Für das gesamte Jahr 2016 rechnet der AEB mit einem Verkaufseinbruch um 10,3 Prozent – dafür müsste sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte noch deutlich verbessern und den einstelligen Bereich erreichen.

Jörg Schreiber, der Vorsitzendes des Komitees, kommentierte:

„Die Verkäufe im Juni konnten das Gesamtresultat der ersten Jahreshälfte kaum verbessern. Das Marktvolumen erodiert weiterhin zweistellig, schneller als zu Jahresbeginn erwartet.“

Wie es den deutschen Herstellern im Juni erging

Hier die Entwicklungen der deutschen Marken im Juni in der Übersicht (im Vergleich zum Vorjahr):

  • VW: -8 Prozent
  • Mercedes-Benz: -13 Prozent
  • BMW: 7 Prozent
  • Audi: 15 Prozent
  • (Mercedes-Benz Vans: 20 Prozent)
  • (VW Vans: 45 Prozent)
  • Porsche: -17 Prozent.
Titelbild

Quelle: Flickr-Nutzer kishjar? (CC BY 2.0

Thorsten Gutmann
Über den Autor

Thorsten Gutmann war von September 2016 bis Dezember 2018 Chefredakteur der unabhängigen Nachrichtenseite Ostexperte.de in Moskau. Derzeit arbeitet er als Nachrichtenchef bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK). Bevor er zu Ostexperte.de kam, war er u. a. für die Moskauer Deutsche Zeitung und die Berliner Zeitung tätig. Im Jahr 2017 gründete er die RUSummit – Fachkonferenz zur Digitalwirtschaft in Russland mit dem Ziel, den deutsch-russischen Wirtschaftsdialog zu fördern.