Nachrichten zur Wirtschaft in Russland

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Rufil Russia Consulting

Christopher BraemerVon

Fastfoodkette Teremok backt russische Pfannkuchen mit 3D-Drucker

Während des Masleniza-Volksfestes vom 17. bis zum 26. Februar 2017 testete die russische Fastfoodkette Teremok 3D-Technologie für die Zubereitung von „Blinys“. Dies berichtete das Unternehmen auf seiner Homepage

So konnten Besucher des Moskauer Nowopuschkinskij-Parks russische Pfannkuchen bestellen, die nicht von Menschenhand zubereitet wurden. Und das auch noch kunstvoll – so zeichnete das Gerät eine komplexe Figur mit deutlich erkennbaren Gesichtszügen (siehe Video). Ganz ohne Mensch geht es nicht: Der Pfannkuchen-Roboter muss ab und zu mit Teig gefüttert werden.

Finanzierung per Crowdfunding

Im Jahr 2016 generierte eine Crowdfunding-Kampagne über eine halbe Million US-Dollar für das Projekt. Sollte das Pilotprojekt seinen Erfolg unter Beweis stellen, könnte die 3D-Technologie bald in sämtlichen Restaurants des Franchise-Unternehmens genutzt werden.

Von der Straße nach New York

Die nach einem russischen Volksmärchen benannte Restaurantkette wurde 1998 vom russischen Unternehmer Michail Gontscharow gegründet. Die Unternehmensgeschichte begann als Straßenkiosk, der Blinys und Kwas verkaufte. Im Juni 2016 eröffnete das Unternehmen seine erste Filiale in Manhattan, New York. Nun wird der Anschluss weiterer Märkte wie Deutschland, Großbritannien und China angestrebt.

Titelbild

Christopher Braemer
Über den Autor

ist Wirtschaftsredakteur der Moskauer Deutschen Zeitung.

Zuvor arbeitete er u.a. als freier Journalist für Nordkurier und Mitteldeutsche Zeitung. Er studierte Politik und Wirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Osteuropastudien in Bologna und Sankt Petersburg.