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Stern: Rothschild warb bei Kunden mit Schröders guten Russland-Kontakten

Nach Recherchen des Hamburger Magazins Stern zog Ex-Kanzler Gerhard Schröder „offensichtlich finanziellen Nutzen“ aus seiner Freundschaft zu Wladimir Putin. 

Laut Stern warb das Finanzhaus Rothschild mit „einmaligen“ Zugang, den man dank Gerhard Schröder zu Moskaus Polit-Elite anbieten könne. „Kunden profitieren von unseren hochrangigen politischen Kontakten“, zitiert das Magazin eine Präsentation aus dem Jahr 2011. Er arbeitete von 2006, im Jahr nach dem Ausscheiden als Kanzler, bis März 2016 als bezahlter Rothschild-Berater.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA ist Schröder beim Bankhaus eingestiegen, um die Gruppe bei der Expansion in Mittel- und Osteuropa, Russland, der Türkei, dem Mittleren Osten und China zu unterstützen. Damals soll er versichert haben, dass seine Geschäfte nicht mit Deutschland in Verbindung stehen. Nun gerät der Altkanzler erneut in die Schlagzeilen.

Erst zuletzt ist bekannt geworden, dass Schröder Ende September 2017 in den Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft gewählt werden soll. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer schmähte ihn deshalb als „russischen Söldner“. Das führende SPD-Mitglied werde „vom Kremlchef instrumentalisiert“, so Andrej Melnyk, der ukrainische Botschafter in Deutschland.

Fotoquelle

Olaf Kosinsky/Skillshare.eu, 2015-12 Gerhard Schröder SPD Bundesparteitag by Olaf Kosinsky-9, Size changed to 1040×585 px., CC BY-SA 3.0 DE

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