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Die russische Staatsduma hat am gestrigen Mittwoch, den 11. Mai ein Gesetz beschlossen, das das Renteneintrittsalter für Offizielle aus dem Staatsdienst nach und nach anheben soll. 

In dritter Lesung verabschiedete die Duma den Gesetzentwurf, der nun am 1. Januar 2017 in Kraft tritt. Danach soll das Pensionsalter der Beamten jedes Jahr um jeweils sechs Monate angehoben.

„Bis 2032 wird das Pensionsalter für Frauen auf 63 Jahre und für Männer auf 65 Jahre angestiegen sein“, erklärte Duma-Sprecher Sergej Naryschkin am Mittwoch gegenüber Journalisten.

Die Maßnahme sei aber vor allem darauf ausgerichtet, qualifiziertes Personal beizubehalten und nicht darauf, beim Staatsbudget einzusparen, sagte Duma-Mitglied Viktor Kasakow gegenüber TASS.

Die eingesparten Mitteln betragen anfangs rund 400 Millionen pro Jahr. Sie sollen an alle Rentner umverteilt werden.

Zum Vergleich: In Deutschland liegt das Renteneintrittsalter für Menschen, die nach 1964 geboren wurden, bei 67 Jahren – für Männer und Frauen. Der IWF hatte Deutschland vor wenigen Tagen sogar empfohlen, das Renteneintrittsalter anzuheben. Es sei hilfreich, das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Ebendiese sind in Russland allerdings deutlich geringer als in Deutschland (siehe Grafik).

Titelbild

Quelle:

Gebäude der russischen Staatsduma; Von Simon Schütt

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