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Putin bietet Zugang zu Corona-Impfstoff an

Lange wurden alle Hebel und Wege in Bewegung gesetzt, um einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus zu entwickeln. Zahlreiche Testphasen mussten durchlaufen werden, um eine Impfung für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Seit August ist es nun soweit und der in Russland entwickelte Impfstoff Sputnik V wurde freigegeben. Auch andere Länder befinden sich bereits in den letzten Zügen und warten die letzte Prüfungsphase ab. Dennoch: nicht sofort wird der neue Impfstoff für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung stehen, denn dieser muss in ausreichenden Mengen produziert und anschließend auch verteilt werden. Aus diesem Grund bot Putin nun auf dem G20 Gipfel an, den russischen Impfstoff international zugänglich zu machen.

Auf dem G20 Gipfel wurde hinsichtlich der Verteilung der einzelnen Impfstoffe entschieden, diesen für die gesamte Bevölkerung bereitzustellen. Im Fokus liegen hier auch bedürftige Staaten, denn diese haben schlichtweg nicht die finanziellen Mittel und Wege, ausreichend Dosen für ihr Land zur Verfügung zu stellen. Russland entwickelt neben Sputnik V bereits einen zweiten und dritten Impfstoff, welche Putin nun trotz Konkurrenz international verteilen möchte. Ziel sei es laut Putin einen ausreichenden Bestand an Vakzinen zu bilden, um der gesamten Weltbevölkerung einen Schutz gegen das Coronavirus zu gewähren.

Der russische Impfstoff Sputnik V soll laut den Testergebnissen eine Wirksamkeit von 92 Prozent aufweisen. Die Konkurrenten Biotech und Pfizer teilten bereits mit, dass deren Vakzine ebenfalls einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor dem Virus bieten. Dennoch kämpft Russland derzeit noch mit Problemen des Impfstoffes in der Produktion.

Impfstoff soll auch dem Gesundheitssystem helfen

Dies bezieht sich schließlich nicht nur auf die Gesundheit jedes Einzelnen, sondern auch aus den daraus resultierenden Schäden für Wirtschaft und Mensch. Massenarbeitslosigkeit, der Anstieg von Armut sowie die Überlastung des Gesundheitssystems – all das soll ebenfalls durch den Impfstoff der Vergangenheit angehören. Bereits jetzt kann in vielen Regionen Russlands die Versorgung der Kranken nicht mehr sichergestellt werden.

Anfang November tauchten bereits Bilder und Videoaufnahmen aus einem Krankenhaus in Sibirien auf, in denen Kranke auf Stühlen sitzen oder sich im Flur große Menschenansammlungen bilden, weil keine Betten mehr frei sind. Zwar beruhigte sich die Lage kurze Zeit später etwas, jedoch wird noch immer von einer anhaltenden Krise hinsichtlich fehlender Medikamente und einem Kollaps des Apothekensystems wird berichtet.

Ebenfalls prekär ist, dass in an Krasnojarsk bereits jeder fünfte Mediziner an dem Coronavirus erkrankt sei. Auch in anderen Regionen ist das der Fall, weswegen dort bereits um militärische Hilfe gebeten worden ist, um die Kranken weiterhin versorgen zu können. Dazu zählen schließlich nicht nur Covid-19 Patienten, denn auch andere Patienten sind auf eine dringende ärztliche Hilfe angewiesen, welche sie möglicherweise nicht bekommen.

Schutz gegen die Grippe enorm wichtig

Gerade jetzt ist auch ein Schutz gegen die Grippe wichtig, denn auch diese erfordert bei einem schweren Verlauf oftmals eine stationäre Behandlung, welche aufgrund der aktuellen Lage möglicherweise nicht sichergestellt werden kann. Bei einer unzureichenden Versorgung mit Medikamenten ist hier auf alternative Methoden zu setzen, sagt ein Sprecher von thecbdscouts.com: „In vielen Ländern wird bereits CBD zur Behandlung und Prävention von Erkältungssymptomen und grippalen Infekten verwendet, jedoch ist das in Russland illegal – ungeachtet vom THC Gehalt. Alternativen können beispielsweise Ginseng sein, welcher nachweislich Grippeviren hemmt, aber auch altbewährtes wie Kamille und Ingwer gegen Entzündungen.”

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