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Präsident Kasachstans zurückgetreten, Astana umbenannt

Nach 30 Jahren an der Spitze Kasachstans hat Präsident Nursultan Nasarbajew überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben. Der 78-Jährige war seit 1991 Präsident, aber schon davor als kommunistischer Parteichef an der Macht. Der Vorsitzende des Oberhauses, Kassym-Schomart Tokajew, erhält die Vollmachten über das Präsidentenamt. Von 1999 bis 2002 war er Kasachstans Ministerpräsident. Seine Macht wird Nasarbajew laut Experten aber trotz Rücktritt behalten. Er ließ sich auf Lebenszeit zum Vorsitzenden des Sicherheitsrates erklären und wertete diesen 2018 zu einem mächtigen Verfassungsorgan auf. Außerdem bleibt er Chef der Nur-Otan-Partei. Zu Ehren Nasarbajews hat das Parlament einstimmig beschlossen, die Hauptstadt Astana in „Nursultan“ umzubenennen. Kurz nach der Ansprache folgte ein Ansturm auf die Wechselstuben des Landes. Die Nachfrage nach Dollar war zeitweise so groß, dass die Währung laut Medienberichten nicht mehr verfügbar gewesen sei. Inzwischen habe sich die Lage aber wieder beruhigt. Russlands Präsident Wladimir Putin dankte Nasarbajew für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. In Hinblick auf die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU), deren Mitglied Russland und Kasachstan sind, hoffe Präsident Putin auch in Zukunft auf enge und gute Beziehungen. Aktuelle Informationen zur EAWU finden Sie künftig auf dem neuen EAWU-Nachrichtenportal der AHK.

Quelle: RBC (RU), Kommersant (RU), SRF (DE), NZZ (DE), New York Times (EN)


Diese Meldung stammt aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer kurzen Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.

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Titelbild: kremlin.ru

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