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Polen wirbt um Arbeitskräfte aus dem Ausland

Die Regierung verhandelt mit den Philippinen, nach einer Umfrage würden 95 Prozent der in Polen arbeitenden Ukrainer wegen der höheren Löhne lieber nach Deutschland gehen.

Von Florian Rötzer, Telepolis


Polen ist eines der Länder, das sich in der EU am massivsten der Aufnahme von Flüchtlingen verweigert hat. Dabei ist das wirtschaftlich wachsende Polen eines der Länder, aus denen viele Bürger fortgezogen sind, um im Ausland Arbeit und bessere Chancen zu finden. Weil das Auswanderungsland kein Einwanderungsland werden wollte, führte das in den letzten Jahren zu einem Mangel an Arbeitskräften im Land, aber auch zu einer niedrigen Arbeitslosigkeit. Bis 2030 könnten vier Millionen Arbeitnehmer fehlen und soll die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter um 2,5 Millionen sinken. Das Problem wird durch die niedrige Geburtenrate im katholischen Land mit seiner konservativen Regierung noch verschärft.

Gemildert wurde das vor allem durch den Ukraine-Konflikt. In dessen Folge strömten viele Ukrainer vornehmlich als Wirtschaftsflüchtlinge ins Nachbarland, weil sie dort das Mehrfache verdienen können, und ersetzen dort die Polen, die wiederum in Westeuropa bessere Verdienstmöglichkeiten fanden.

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Quelle: The Chancellery of the Senate of the Republic of Poland, Andrzej Duda Zgromadzenie Narodowe 6 sierpnia 2015 06, 1040×585, CC BY-SA 3.0 PL

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