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Nord Stream 2 verzögert sich auf 2020

Die Inbetriebnahme der Ostseepipeline Nord Stream 2 werde sich deutlich verzögern, meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

„Das Pipelinesystem soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 fertiggestellt und für den Gastransport bereit sein“, zitiert die Zeitung aus Unterlagen des Bau- und Betreiberkonsortiums. Zuvor hieß es, die Gasverbindung gehe Ende 2019 an den Start. Grund für die Verzögerung ist die ausstehende Baugenehmigung der dänischen Regierung. Gleichzeitig bedrohen mögliche US-Sanktionen die europäischen Investoren OMV, Wintershall Dea, Uniper, Shell und Engie.

Im Fall von amerikanischen Sanktionen gegen seine westlichen Partnerfirmen würde Gazprom den Bau eigenständig abschließen, teilte der russische Energiekonzern mit. Gazprom-Chef Alexej Miller rechnet aber nur mit einer „sehr leichten Verzögerung“ des Projekts. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte vor kurzem, das Projekt sei „weitestgehend genehmigt“ und könne nicht verhindert werden. Russland müsse aber weiterhin den Transit durch die Ukraine gewährleisten. Auch der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen betonte im Zuge einer Russland-Reise abermals seine Unterstützung.

Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), verteidigte am Dienstag bei einem Besuch in Washington die Ostseepipeline. Aus deutscher Sicht sei es schwer zu verstehen, wie Nord Stream 2 als Bedrohung empfunden werden könne. Russland habe in der Vergangenheit stets zuverlässig Gas geliefert. Er warb um Verständnis dafür, dass Deutschland gute Beziehungen zu Russland anstrebe.

QuellenFAZ (DE), WirtschaftsWoche (DE), Vol.at (DE), Kommersant(RU), Interfax (RU)

Diese Meldung stammt aus dem Morgentelegramm der AHK Russland. Das Morgentelegramm ist ein exklusiver AHK-Newsletter mit einer kurzen Nachrichtenübersicht zur Wirtschaft in Russland.

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Titelbild: Stefan Dinse / Shutterstock.com

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