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Nato lädt Mazedonien zu Beitrittsgesprächen ein

Nach Beilegung des Streits mit Griechenland um den Namen Mazedoniens ist das südosteuropäische Land zu Beitrittsgesprächen beim Verteidigungsbündnis NATO eingeladen worden. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Wir sind übereingekommen, die Regierung in Skopje einzuladen, Beitrittsgespräche zu beginnen“, erklärte Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Abschluss des NATO-Gipfels in Brüssel. „Wenn alle nationalen Verfahren abgeschlossen sind, um die Namensvereinbarung zu besiegeln, wird das Land der Nato als 30. Mitglied beitreten.“ Vorbehalte Moskaus wurden in der Gipfelerklärung außer Acht gelassen. Die Erweiterung sei allein Angelegenheit der NATO, heißt es dort. Bisher hatte Griechenland den Prozess blockiert, weil das Land befürchtete, dass Mazedonien Ansprüche auf die gleichnamige nordgriechische Provinz erheben könnte. Nach 27 Jahren ist der Streit im Juni 2018 beendet worden. Das Land soll künftig „Republik Nord-Mazedonien“ heißen. Zunächst müsse die Regierung jedoch ein Referendum zur Änderung der Verfassung abhalten. Russische Diplomaten sollen offenbar versucht haben, griechische Politiker zu bestechen, um eine Beilegung des Streits zu verhindern. Deshalb hatte die Regierung in Athen zwei russische Diplomaten ausgewiesen.

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Quelle: Creative Photo Corner | Shutterstock.com

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